TAUBER-SOLAR entwickelt drittes Photovoltaik-Projekt in Spanien

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Deutsche Unternehmen arbeiten in der Photovoltaik immer enger mit spanischen Partnern zusammen. Mit seinem neuen Projekt nahe der Universitätsstadt Cuenca, 180 Kilometer südöstlich von Madrid, gehe das Photovoltaik-Unternehmen aus Tauberbischofsheim auch neue Wege bei der Projektierung und Finanzierung von Photovoltaikanlagen, berichtet die TAUBER-SOLAR Management GmbH in einer Pressemitteilung. Der Beitrag zum Klimaschutz bestehe bei diesem Solar-Kraftwerk in einer Vermeidung von rund 1.500 Tonnen CO2 jährlich.
Cuenca ist eine Stadt mit rund 51.000 Einwohnern, zwischen Madrid und Valencia gelegen, in der spanischen Region Kastilien-La-Mancha. Diese Region will bis 2012 vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen. Die Innenstadt von Cuenca wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Ganz in der Nähe dieser Stadt entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Bauschuttdeponie im Rahmen eines PPP-Projektes (public private partnership) mit der örtlichen Gemeinde eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt (MWp). Die Gemeinde ist Eigentümer der Bauschuttdeponie und des angrenzenden Grundstückes, es wurde ein langfristiger Mietvertrag für 25 Jahre geschlossen.

Solarstrom-Ausbeute von 1.500 kWh/kWp erwartet
Die Gemeinde zeigt sich erfreut, dass mehrere Partner zusammenarbeiten und die “Mischdeponie” in ein Freiflächen-Solarkraftwerk umwandeln. Die Photovoltaik-Anlage liegt zirka 800 Meter über dem Meeresspiegel. Aufgrund der guten Windverhältnisse sei für eine sehr gute Belüftung der Module gesorgt, betont TAUBER-SOLAR. Nach dem vorliegenden Ertragsgutachten könne mit einer Solarstrom-Ausbeute von 1.500 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Leistung gerechnet werden. Das sei rund 50 % mehr als in Deutschland zu erreichen ist. Die Betreibergesellschaft TAUBER-SOLAR erwartet einen Solarstrom-Ertrag von 3 Millionen Kilowattstunden, entsprechend dem Jahresstromverbrauch von rund 800 Vier-Personen-Haushalten. Damit werden Kohlendioxid-Emissionen von rund 1.500 Tonnen jährlich vermieden, bezogen auf den spanischen Stromenergiemix, bei dem es zu einem durchschnittlichen Ausstoß von 0,5 kg CO2 pro konventionell erzeugter Kilowattstunde Strom kommt.

Die Gesamtkosten dieses Projektes beziffert TAUBER-SOLAR mit 13 Millionen Euro die zum größten Teil über spanische Banken aufgebracht würden. Dabei sollen 20 Einheiten von jeweils 100 Kilowatt peak an Privatpersonen veräußert werden. Bauträger sind die spanische Investion S.L. aus Valencia mit Geschäftsführer Ignacio Otegui Navas und die Tauberbischofsheimer Firma activ solar. Die technische Beratung und die Projektierung führt die Ingenieursgesellschaft IBU aus Tauberbischofsheim mit dem spanischen Partner Accener durch. Weiterer spanischer Partner ist die Installationsfirma Inelbo. Die Module und die Unterkonstruktion liefert das Hamburger Solarunternehmen Conergy AG.

Freiflächen-Solarstromanlagen mit 5,5 MWp im Probebetrieb
Die erste spanische Freiflächenanlage von TAUBER-SOLAR in Ávila (2,2 MWp), nordwestlich von Madrid, und die zweite Anlage in Abuzaderas (3,3 MWp), in der Nähe der Stadt Albacete südöstlich von Madrid, arbeiten bereits im Probebetrieb. Die nächsten Projekte der Betreibergesellschaft TAUBER-SOLAR (Cuenca II; 3 MWp; Investitionssumme 19,5 Mio. Euro und Cuenca III; 1,5 MWp; Investitionssumme 9,75 Mio. Euro) werden in der gleichen Region, mit den selben Partnern und unter ähnlichen finanziellen Rahmenbedingungen in den nächsten Monaten gebaut, heißt es in der Pressemitteilung.

02.01.2008 | Quelle: TAUBER-SOLAR Management GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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