SANYO plant neues Photovoltaik-Entwicklungszentrum in Gifu (Japan)

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Die SANYO Electric Co., Ltd. (SANYO; Tokyo) kündigte im Dezember 2007 an, ein neues Photovoltaik-Entwicklungszentrum auf dem Gelände ihrer Solar-Fabrik im japanischen Gifu zu errichten. Die Fabrik in Anpachi (Präfektur Gifu) umfasst auch den „Solar-Bogen“ (Solar Ark), eine große Solarstromanlage, die das Bekenntnis des Unternehmens zur Solarenergienutzung demonstriert. SANYO beschleunige derzeit die Weiterentwicklung seiner Solar-Technologie mit Schwerpunkt auf der selbst entwickelten „HIT“-Solarzelle (Heterojunction with Intrinsic Thin-layer), heißt es in der Pressemitteilung. Das „Advanced Photovoltaics Development Center“ werde sich mit der Entwicklung und Verbreitung von Dünnschicht-Solarzellen der nächsten Generation befassen, um die Solarstrom-Produktionskosten zu senken und zur Wettbewerbsfähigkeit privater Solarstromanlagen beizutragen.

Ausbau der dritten Photovoltaik-Generation im großen Stil
„SANYO sieht die nächste Generation der Dünnschicht-Solarzellen als Photovoltaik der dritten Generation, welche auf die Solarzellen aus amorphem Silizium und die HIT-Solarzellen folgt“, sagte SANYO-Vizepräsident Dr. Shinya Tsuda. Damit arbeite das Unternehmen an der Wettbewerbsfähigkeit privater Photovoltaikanlagen, die künftig Solarstrom zu Kosten erzeugen sollen, die dem gegenwärtigen Strompreis entsprechen. „Mittel- und langfristig werden wir die Entwicklung der dritten Photovoltaik-Generation im großen Stil ausbauen, um sowohl die Nachfrage nach hoch effizienten und gleichzeitig deutlich preisgünstigeren Solarzellen als auch der HIT-Solarzellen zu befriedigen, welche weltweit höchste Leistungsansprüchen erfüllen“, betonte Dr. Tsuda. Die vorhandenen Anlagen der Fabrik in Gifu können laut Tsuda auch zur Herstellung von Dünnschichtzellen der dritten Generation genutzt werden sowie als Basis für die Halbleiterentwicklung und den Bau von Dünnschichttransistoren dienen.

Produktionskapazität soll bis 2010 auf 650 Megawatt steigen
SANYO habe bislang stets an der Spitze des Solarzellenentwicklung gestanden, betont Dr. Tsuda. Zu den wichtigsten Erfolgen zählten die Markteinführung von amorphen Solarzellen unter dem Produktnamen „AMORTON“ im Jahr 1980 und der Start der höchst effizienten HIT-Zellen 1997. Ein Blick auf den weltweiten Solar-Markt und die Nachfrage nach Solarstrom mache klar, dass immer mehr Länder Vergütungssysteme nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einführten. Um die Verkaufszahlen – speziell in Übersee – deutlich zu steigern, werde SANYO in den kommenden drei Finanzjahren 80 Milliarden Yen (rund 500 Mio. EUR) in die Weiterentwicklung der HIT-Zellen investieren und die Produktionskapazität bis 2010 auf 650 Megawatt steigern, ein Wachstum um 250 %.

03.01.2008 | Quelle: SANYO Electric Co.,Ltd. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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