Informationskampagne: erneuerbare Energien befreien aus der Ölpreisfalle

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Der US-Ölpreis hat am 02.01.2008 erstmals die Marke von 100 US-Dollar durchbrochen, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Im Handel stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl auf bis zu 100,00 US-Dollar. Noch ist Erdöl weltweit der wichtigste Energieträger. Gut ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs wird über diesen Rohstoff gedeckt. Deutschland importiert etwa 97 Prozent seines Erdölbedarfs. „Erneuerbare Energien können die deutsche Energieversorgung aus Ölpreisfalle und Importabhängigkeit befreien. Es ist allerhöchste Zeit, ohne wenn und aber auf eine klimafreundliche Energieversorgung umzusteuern“, sagte Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
„Die deutsche Politik – vom Bund bis zu den Kommunen – muss jetzt die richtigen Weichen stellen, um erneuerbare Energien beschleunigt auszubauen. Nur so lassen sich die Energie- und Klimaschutzziele erreichen, die die Bundesregierung national und international vorgegeben hat“, betont Kemfert.

Kampagnen-Geschäftsführer Jörg Mayer: Erneuerbare sind unter Einrechnung der realen Umweltkosten längst wettewerbsfähig
Der Ölpreis hat sich laut Informationskampagne seit 1996 mehr als versechsfacht. Im gleichen Zeitraum seien die Kosten der erneuerbaren Energien im Durchschnitt um ein Viertel gesunken. Parallel zum steigenden Ölpreis gingen die weltweiten Erdölvorräte zur Neige. Laut Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) werde schon in zehn bis 15 Jahren die Hälfte des auf der Erde förderbaren Öls verbraucht sein. Erneuerbare Energien hingegen seien unendlich verfügbar und sicherten den Wohlstand über das Abbrennen der fossilen Energieträger hinaus. „Die weltweit steigende Nachfrage und gleichzeitige Verknappung des ’schwarzen Goldes‘ wird die Importabhängigkeit Deutschlands in Zukunft noch verstärken, wenn wir jetzt nicht mit Erneuerbaren Energien massiv gegensteuern“, betonte Jörg Mayer, Geschäftsführer von „Deutschland hat unendlich viel Energie“, der Informationskampagne für Erneuerbare Energien. „Es führt aus ökonomischen sowie klima- und außenpolitischen Gründen kein Weg daran vorbei, innovative und ressourcenschonende Energietechniken zu fördern, so lange sie gegenüber Öl, Kohle, Gas und Atom nicht konkurrenzfähig sind. Die Wettbewerbsfähigkeit unter Einrechnung der realen Umweltkosten haben die Erneuerbaren schon längst erreicht“, so Mayer.

04.01.2008 | Quelle: Deutschland hat unendlich viel Energie; Informationskampagne für Erneuerbare Energien | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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