EU-Kommission schafft Grundlage für 20 Prozent erneuerbare Energien bis 2020

NULL

Die EU-Kommission hat am 23.01.2008 ihren Richtlinienentwurf zur Förderung erneuerbarer Energien in Europa vorgelegt. Danach soll sich der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Endenergieverbrauch auf mindestens 18 Prozent im Jahre 2020 verdoppeln. „Der heutige Richtlinienentwurf der EU-Kommission bietet eine gute Grundlage, um 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020 in der Europäischen Union zu erreichen. In den jetzt anstehenden Beratungen im Ministerrat und im Europäischen Parlament müssen allerdings einige Details präzisiert und verbessert werden“, kommentiert Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).
„Die vorgeschlagenen Regelungen erlauben es, erneuerbare Energien im Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereich EU-weit auszubauen. Die deutsche Gesetzgebung muss nun mit der EEG-Novelle, dem Erneuerbare- Wärme-Gesetz und der Biokraftstoffförderung den richtigen Rahmen setzen, damit Deutschland die wirtschaftlich und technisch problemlos zu erreichenden Ziele auch schafft“, so Lackmann weiter.
Im Vorfeld des Richtlinienvorschlags drohte Deutschland ein verpflichtender Zertifikate-Handel für erneuerbare Energien. Dieser hätte das weltweit in über 40 Staaten übernommene Fördersystem Deutschlands für erneuerbare Energien (EEG) ausgehöhlt, ihren Ausbau in Europa gebremst und deutlich zu Lasten der Verbraucher verteuert, so der BEE: „Es ist insbesondere dem Engagement des Bundesumweltministers zu verdanken, dass die EU-Kommission von ihren ursprünglichen Plänen Abstand genommen hat“, betont Lackmann.

Überlegenheit der Förderung mit Einspeisesystemen belegt
Der von der EU-Kommission ebenfalls am 23.01.2008 präsentierte Vergleich europäischer Fördersysteme für erneuerbare Energien betont die Überlegenheit der Einspeisesysteme. Als besonders effizient und wirksam hat sich das deutsche EEG erwiesen. Bereits knapp ein Fünftel der erneuerbaren Energien in der EU kommen aus Deutschland. „Der heutige Richtlinienentwurf garantiert das erfolgreiche Modell der Einspeisevergütung, das in den meisten EU-Staaten inzwischen angewendet wird. So kann die Branche der Erneuerbaren Energien in Europa weiterhin Vorreiter für innovative Technologien und Klimaschutz bleiben. Wenn in den nächsten Jahren über ein einheitliches Fördersystem in der EU entschieden wird, kann dies nur ein EU-weites Einspeisesystem sein“, unterstrich Lackmann.

23.01.2008 | Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen