Grüne: Marburger Solar-Satzung wirksam und sinnvoll

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„Die in Marburg geplante solare Baupflicht für Gebäude ist ein wirksames und sinnvolles Instrument für mehr Klimaschutz“, begrüßt Ursula Hammann, umweltpolitische Sprecherin der hessischen Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die Vorstellung einer Solarsatzung für die Universitätsstadt. Danach sollen in Marburg in Zukunft alle Neubauten sowie bestehende Gebäude mit Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung ausgestattet werden müssen, wenn sie erweitert werden, das Dach saniert oder die Heizungsanlage ausgetauscht wird. Ersatzweise können laut dem Entwurf der Satzung Photovoltaikanlagen zur solaren Stromerzeugung sowie andere Maßnahmen zur Energieeinsparung oder zum Einsatz erneuerbarer Energien genutzt werden.

Ursula Hammann: Solarthermieanlagen haben sich nach wenigen Jahren amortisiert
„Die solartechnisch nutzbare Fläche auf Dächern und Fassaden in Hessen beträgt 59 Millionen Quadratmeter. Nur ein winziger Bruchteil davon wird bislang zur Energiegewinnung verwendet“, so Hammann. „Solarthermieanlagen sind wirtschaftlich zu betreiben und haben sich nach wenigen Jahren amortisiert. Die Solarsatzung der Stadt Marburg schafft hervorragende Möglichkeiten, die Öl- oder Gasrechnungen der Marburger Haushalte jedes Jahr um mehrere Hundert Euro zu verringern, das lokale Handwerk zu unterstützen und die Klimaerwärmung zu begrenzen“, ergänzt die GRÜNEN-Sprecherin. Hammann kündigte an, in der kommenden Legislaturperiode eine landesweite Umsetzung zu unterstützen. „Bis dahin sollten sich weitere Kommunen der Marburger Initiative anschließen“, appelliert Ursula Hammann.

05.02.2008 | Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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