Pramac und Oerlikon Solar unterzeichnen Vertrag zum Bau der ersten Dünnfilm-Solarfabrik der Schweiz

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Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen Oerlikon Solar und Pramac SpA wurde der Grundstein zur ersten Dünnschicht-Photovoltaik-Fabrik der Schweiz gelegt. Oerlikon Solar werde im laufenden Jahr die schlüsselfertigen Produktionsanlagen liefern, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die hochmoderne Pramac Produktionsstätte soll Anfang 2009 in Betrieb gehen. Die Jahreskapazität beträgt zunächst 30 Megawatt (MWp), ein Ausbau für die kommenden Jahre sei bereits geplant. „Mit der weltweit führenden Technologie von Oerlikon erwarten wir uns wichtige Anteile am stark wachsenden europäischen Dünnfilm-Photovoltaikmarkt zu gewinnen“, erklärt Dr. Paolo Campinoti, CEO der Pramac Gruppe.
Mit dem Abschluss des Liefervertrags und dem Bau der ersten Schweizer Dünnschicht-Solarfabrik setzt Pramac auf einen der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte. Die neuartige Dünnschicht-PV-Technologie von Oerlikon erlaubt nach Angaben des Herstellers erstmals die um 30 Prozent günstigere Produktion von Solarmodulen im Vergleich zur herkömmlichen wafer-basierenden Solartechnologie.

Startschuss für die industrielle Nutzung der Sonnenenergie in der Schweiz
Experten erwarten laut Oerlikon Solar bis 2010 die Erreichung der Netzparität in größerem Umfang, das heißt, den Zeitpunkt, an dem Solarstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen in die Stromnetze eingespeist werden kann. „Wir freuen uns, dass sich Pramac als italienische Firma für den Standort Schweiz entschieden hat. Damit ist der Startschuss für die industrielle Nutzung der Sonnenenergie im großen Maßstab in der Schweiz vollzogen“, sagt Jeannine Sargent, Vorstand von Oerlikon Solar. Mit der vorläufigen Produktionskapazität von 30MWp entspreche die von Pramac in einem Jahr erzeugte Menge an Solarmodulen der bis heute in der gesamten Schweiz verbauten Photovoltaik-Fläche.

Pramac schafft attraktive Arbeitsplätze; 250.000 Module pro Jahr
Auf über 30.000 Quadratmetern Fläche entsteht in der Nähe von Locarno im sonnigen Tessin die erste Dünnschicht-Solarfabrik der Schweiz. Mit rund 140 neu geschaffenen Arbeitsplätzen wird Pramac zum attraktiven Arbeitgeber in der Region. Zahlreiche Zulieferunternehmen werden zusätzlich vom neuen Werk profitieren. „Die hervorragende Infrastruktur und die aktive Unterstützung der regionalen Behörden haben uns die Entscheidung für Locarno als ersten Pramac Solar-Produktionsstandort stark vereinfacht“, so Campinoti. Pramac peilt mit der ersten Ausbaustufe der Schweizer Solarfabrik eine Jahresproduktion von rund 250.000 Solarmodulen an. Campinoti: „Bei der von den Experten vorausgesagten und bereits abzusehenden Marktentwicklung streben wir in den kommenden Jahren einen rasanten Ausbau der bestehenden Kapazität an“.

Eine Milliardenindustrie entsteht
Weltweit reagiert die Photovoltaik-Industrie immer stärker auf das vielversprechende Potenzial der Dünnschichttechnologie. So investieren zahlreiche Unternehmen verstärkt in den Auf- und Ausbau von Solarfabriken. Allein der deutsche Solarmarkt, europaweit führend, investierte in den vergangenen Jahren über zwei Milliarden Euro in diesen Zukunftsmarkt, rund ein Viertel davon floss laut BSW-Solar bereits in die Dünnschichttechnologie.

14.02.2008 | Quelle: OC Oerlikon Balzers Ltd., Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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