Prof. Joachim Luther wird Chef des Solar-Forschungsinstituts in Singapur

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Prof. Joachim Luther, der ehemalige Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), wird in Singapur das im Februar 2008 gegründete Solar Energy Research Institute of Singapore (SERIS) aufbauen. SERIS wird als selbstständige Einrichtung innerhalb der National University of Singapore (NUS) errichtet. Für die ersten fünf Jahre ist für das Institut ein Budget von etwa 60 Millionen Euro vorgesehen, etwa die Hälfte davon für Investitionen in wissenschaftlichtechnologisches Gerät. „Der Aufbau des SERIS in Singapur gibt mir die Möglichkeit, wieder aktiv gestaltend im Bereich der Solarenergieforschung und -Technologienetwicklung tätig zu sein“, so Joachim Luther.
„Meine Frau und ich lieben es, neue Dinge anzupacken. Die Regierung von Singapur und die National University of Singapore bieten uns die besten Bedingungen dafür“, so Luther weiter. Die Arbeiten von SERIS sollen im Wesentlichen industrieorientiert ausgerichtet werden. Innovationen für den kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont stehen im Mittelpunkt der Forschung. Stärker langfristig ausgerichtete Arbeiten werden in enger Kooperation zwischen der NUS und dem SERIS durchgeführt werden.

Forschung und Industrie werden sich rasant globalisieren
Die ersten für SERIS vorgesehenen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte sind: Solarzellen aus Silizium (Wafer- und Dünnschicht-Solarzellen), nanostrukturierte Solarzellen sowie Material- und Systemforschung für das solare und energieeffiziente Bauen. Der Aufbau des SERIS bietet die Chance, zu einer engen, sich gegenseitig verstärkenden Forschungskooperation zwischen Deutschland und Fernost zu kommen. „Nicht nur die Industrie, auch die Forschung wird sich in rasantem Tempo globalisieren. Das Fraunhofer ISE wird die sich daraus ergebenden Herausforderungen in strategischer Weise annehmen“, sagt Institutsleiter Prof. Eicke R. Weber. „Ich freue mich über die neue Aktivität von Herrn Luther in Singapur. Herr Luther und ich sind entschlossen, eine enge Kooperation zwischen den beiden Instituten aufzubauen und ich bin sicher, dass beide Institute davon ausgesprochen profitieren werden“, betont Weber.

Forschungs- und Entwicklungs-Leuchtturm in Fernost
Diese vorausblickende Sicht der Forschungsglobalisierung wird von Joachim Luther unterstrichen: „Um ein globales nachhaltiges Energiesystem aufzubauen, brauchen wir praktisch überall auf der Welt die Produktion von entsprechenden energietechnischen Komponenten. Eine optimale industrielle Produktion verlangt in der Regel Forschung und Entwicklung vor Ort. Wir werden uns bemühen, aus SERIS einen Forschungs- und Entwicklungs-Leuchtturm in Fernost zu machen und dadurch die Verbreitung der Solarenergienutzung in dieser Region tatkräftig zu unterstützen.“

25.02.2008 | Quelle: Fraunhofer ISE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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