Neue Solar-Studie: Novelliertes EEG lässt Photovoltaik-Zubau auch ab 2009 rasant wachsen

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Nirgends in der Welt werden in den nächsten Jahren so viele Solarstromanlagen installiert wie in Deutschland, prognostiziert das Beratungsunternehmen PHOTON Consulting. Die Absatzmärkte in Afrika, Lateinamerika aber auch China würden hingegen nahezu bedeutungslos bleiben. Die Prognosen sind Teil einer von PHOTON Consulting herausgegebenen Studie mit dem Titel „Detailing Demand – Where will all the Volume go?“. Ermöglicht werde der rasante Zubau in Deutschland durch die mengenmäßig unbegrenzte und gleichzeitig hohe Förderung von neuen Photovoltaik-Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In nahezu allen Auslandsmärkten gebe es hingegen feste Budgets an Fördermitteln beziehungsweise Deckelungen der maximal installierten Solarstromleistung. Unter diesen Bedingungen dürften laut PHOTON Consulting im Jahr 2010 allein in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 6.500 Megawatt (MW) neu installiert werden.
Im Jahr 2006 lag der Zubau bei etwa 830 MW. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Senkung der Einspeisevergütungen ab dem Jahr 2009 sei in den Prognosen bereits berücksichtigt, betonen die Autoren der Studie, die die Produktionskosten für Solarmodule im Jahr 2010 mit 1,08 Euro je Watt*) Leistung beziffert. Der aktuelle EEG-Entwurf ermögliche hingegen im Jahr 2010 Verkaufspreise von 1,78 bis 1,88 Euro je Watt.

PHOTON-Chefredakteurin Kreutzmann: In Deutschland dürften alle Module landen, die sich nirgendwo zu höheren Preisen verkaufen lassen

Somit sei Deutschland auch in den nächsten Jahren ein hinreichend profitabler Absatzmarkt für die internationale Photovoltaikindustrie. „In anderen Ländern lassen sich dank besserer klimatischer Bedingungen und teilweise noch höherer Einspeisetarife zwar höhere Gewinne mit Solarstrom erzielen, doch so verlässlich wie in Deutschland sind die Bedingungen – leider – nirgendwo sonst“, heißt es in der Pressemitteilung des Solarstrom-Magazins PHOTON. PHOTON-Chefredakteurin Anne Kreutzmann kommentiert: „Die Studie basiert auf zahlreichen Annahmen wie beispielsweise einer Fortsetzung der Förderung in Spanien und Italien – die durchaus nicht garantiert werden kann. Sicher ist jedoch: Hierzulande dürften all jene Module landen, die sich nirgendwo auf der Welt zu höheren Preisen verkaufen lassen.“

Prognose: Deutschland, Kalifornien und Spanien sind im Jahr 2010 die größten Photovoltaik-Märkte
Theoretisch könnten damit sogar noch mehr als die besagten 6.500 Megawatt auf deutschen Dächern und Freiflächen landen. Insgesamt erwartet PHOTON Consulting für 2010 eine weltweite Produktion an Solarmodulen von 23.000 Megawatt. Neben Deutschland sind die nächst größten Absatzmärkte Kalifornien mit 3.100 Megawatt, Spanien mit 2.400 Megawatt, Japan mit 1.600 Megawatt und Italien mit 1.500 Megawatt. China, wo bereits ein Großteil der weltweit produzierten Solarmodule hergestellt wird, bleibe mit einem Zubau von 200 Megawatt ein eher unbedeutender Markt.
Ein Hintergrundbericht ist im Internet zugänglich unter der Adresse:
www.photon.de/presse/mitteilungen/Hintergrund_Absatzmaerkte.pdf
Eine Grafik der künftigen PV-Märkte weltweit ist erhältlich unter www.photon.de/presse/mitteilungen/Grafik_Absatzmaerkte.pdf
*) Wechselkurs 1,49 USD/Euro

18.03.2008 | Quelle: PHOTON; Solar Verlag GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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