Windenergie-Messe IFAT CHINA 2008 bietet Markt- und Technologie-Überblick

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Die Chancen für einen raschen Ausbau der Windenergie in China seien gut, berichten die Veranstalter der Umweltmesse IFAT CHINA vom 23. bis 25. September 2008 in Shanghai. Die Messe biete die Chance, sich umfassend über die Marktgegebenheiten zu informieren und neue Technologien zu präsentieren. China benötige für sein rasantes Wirtschaftswachstum immense Mengen an Energie. Würde dieser Bedarf nur von der auf Kohle gestützten Energiewirtschaft abgedeckt, wäre dies eine starke Belastung für die Umwelt. Vor diesem Hintergrund stünden im Land der Mitte derzeit umweltfreundliche Energiequellen hoch im Kurs – nicht zuletzt auch mit dem Ziel, den Energiemix zu diversifizieren und damit die einseitige Kohleabhängigkeit zu überwinden. Im Jahr 2020 sollen nach dem Willen der Regierung in Peking 15 Prozent der Primärenergieerzeugung aus regenerativen Quellen gedeckt werden. Heute liegt der Anteil bei 7,5 Prozent.
Die grüne Energie hilft der Staatsführung Chinas auch, ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Noch immer haben rund 30 Millionen Menschen in den armen und abgelegenen Gegenden des Landes keinen Strom. Der Einsatz von dezentral strukturierten Ökokraftwerken ist ein effektiver und vergleichsweise preiswerter Weg, ländliche Regionen zu elektrifizieren.

Förderung erneuerbarer Energien per Gesetz
Zum Jahresanfang 2006 hat China die Förderung erneuerbarer Energien mit einem Gesetz untermauert. Es schreibt den großen Stromproduzenten des Landes, die zusammen eine Kapazität von über fünf Gigawatt haben, vor, bis zum Jahr 2010 fünf Prozent ihrer Energieversorgung aus regenerativen Quellen zu decken. Bis zum Jahr 2020 soll dieser Anteil auf zehn Prozent steigen. Als Hoffungsträger Nummer eins unter den grünen Energien gilt in China die Windkraft. Durch seine große Fläche und langen Meeresküsten verfügt das Land über relativ große Windenergieressourcen. Nach Einschätzungen des Chinesischen Meteorologischen Forschungsinstituts belaufen sich die auf dem Festland energiewirtschaftlich nutzbaren Windressourcen auf 253 Gigawatt. Weiterhin schätzt das Institut die durch Windkraftanlagen auf dem Meer (offshore) nutzbaren Leistung auf rund 750 Gigawatt, so dass ein Gesamtpotenzial von rund 1.000 Gigawatt prognostiziert wird.

Kapazität der Windkraftanlagen in China mehr als verdoppelt
Ein weiterer Pluspunkt für die verstärkte Nutzung der Windkraft ist ihre weit fortgeschrittene und vergleichsweise preiswerte Technologie. Außerdem können Windkraftanlagen zu Windparks bedeutender Leistung zusammengefasst werden, was die Logistik für die Betreiber vereinfacht. In den vergangenen Jahren konnte bereits eine Aufwärtsbewegung des chinesischen Windenergiemarktes beobachtet werden. So hat sich zwischen den Jahren 2005 und 2006 die Kapazität der Windkraftanlagen in China mehr als verdoppelt. Nach Angaben der Chinese Wind Energy Association (CWEA) waren Ende vergangenen Jahres insgesamt knapp 3.300 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von rund 2,6 Gigawatt installiert. Das Ausbauziel für das Jahr 2020 liegt bei 30 Gigawatt.

Trend zu Windenergieanlagen der Megawatt-Klasse
Bislang dominieren ausländische Hersteller den Markt, angeführt von Unternehmen aus Dänemark, gefolgt von deutschen Firmen. Kleinere, wenig leistungsstarke Anlagen bringen chinesische Anbieter mittlerweile selbst auf den Markt. Der Trend gehe allerdings zu großen Anlagen mit teilweise deutlich über 1,5 Megawatt, die derzeit noch zu fast 90 Prozent importiert werden müssen, betonen die Messerveranstalter. Eine Chance, sich vor Ort einen authentischen Einblick in den chinesischen Umweltmarkt zu verschaffen, wichtige Player im Direktkontakt kennen zu lernen und erfolgreich Geschäfte zu initiieren, bietet die IFAT CHINA 2008.

31.03.2008 | Quelle: Messe München GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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