Dr. Michael Powalla wird neuer Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg

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Dr.-Ing. Michael Powalla ist ab April 2008 neuer Chef des Geschäftsbereichs “Photovoltaik” und Mitglied im Vorstand des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart). Der 45jährige Dünnschichtexperte tritt sein Amt zum 1. April an. Der Geschäftsbereich Photovoltaik umfasst alle Facetten der 2007 deutschlandweit um 30 Prozent gewachsenen Zukunftstechnologie: Materialforschung, Modulproduktion und Anwendungstechnik. Michael Powalla wird Nachfolger von Dr. Hansjörg Gabler. Die Berufung erfolgte durch das Stiftungskuratorium des Forschungsinstituts.
Die Photovoltaik-Industrie verzeichnet seit Jahren ein rasantes Wachstum. Letztes Jahr wurde zwischen Freiburg und Flensburg 1,1 Gigawatt Solarstromleistung neu aufgestellt. Das entspricht 4,7 Milliarden Euro Umsatz mit Photovoltaik. “Trotz der gewaltigen Markterfolge sehe ich bei der Technik noch ein erhebliches Optimierungspotenzial durch die Grundlagen- und angewandte Forschung”, so Powalla. Ein Beispiel seien Solarzellen mit gesteigertem Wirkungsgrad und geringeren Produktionskosten. Auch neue Halbleitermaterialien sollen weitere Erfolge bringen.

Solarstrom in großem Maßstab, auch ohne Silizium
Dass Solarzellen Strom in großem Maßstab liefern können, ohne auf den seit 2003 um 800 Prozent verteuerten Halbleiter Silizium zurückgreifen zu müssen, haben Powalla und seine Kollegen jüngst gezeigt: Dem Industriepartner Würth Solar gelang 2006 unter maßgeblicher Beteiligung der ZSW-Forschung der Einstieg in die weltweit erste industrielle Großproduktion von CIS-Dünnschicht-Solarmodulen. Seit 2000 ist Michael Powalla stellvertretender Leiter des ZSW-Geschäftsbereichs Photovoltaik. Der 1998 promovierte Physiker ist auch an der “Elite-Universität” Karlsruhe tätig – in zweifacher Mission: Das ZSW kooperiert mit der preisgekrönten “Karlsruhe School of Optics & Photonics” (KSOP), Powalla gibt zudem eine Vorlesung zu Photovoltaik an der Fakultät Maschinenbau.
Das ZSW gehört zu den renommiertesten deutschen Forschungsinstituten auf den Gebieten Energiesystemanalyse, Photovoltaik, Energieeffizienz, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen. Es erwirtschaftete 2007 mit rund 140 Beschäftigten einen Umsatz von 18 Millionen Euro.

04.04.2008 | Quelle: ZSW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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