Neues RAL Gütezeichen: Geothermische Anlagen / Erdwärmesonden

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Rund 2.000 Gigawattstunden Wärme werden mit geothermischen Anlagen in Deutschland jährlich erzeugt. Erdwärme oder Geothermie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann. Sie gehört zu den regenerativen Energien und erfreut sich einer rasant zunehmenden Nachfrage. Zur Gewinnung dieser Energieform können auch Erdwärmesonden eingesetzt werden. Verlässliche und neutrale Qualitätskriterien auf dem wachsenden Markt der Erdwärmenutzung enthält das von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. anerkannte neue Gütezeichen „Geothermische Anlagen“, das zunächst für Erdwärmesonden gilt.
Die Gütesicherung „Oberflächennahe geothermische Anlagen, Teil: Erdwärmesonden, RAL-GZ 969“ legt Inhalt und Umfang der Qualität und der Überwachungsmaßnahmen für die Errichtung des Primärkreislaufes oberflächennaher geothermischer Anlagen fest. In der jetzt abgeschlossenen Gütesicherung geht es zunächst um die Anforderungen an Erdwärmesonden. Dazu gehören unter anderem die Qualifikation der Verantwortlichen und des eingesetzten Fachpersonals, eine gründliche Arbeitsvorbereitung, sorgfältige Ausführung der Bohrarbeiten und Ausbau der Bohrungen mit Erdwärmesonden und eine umfassende Dokumentation der Arbeiten.
Die Gütesicherung stellt außerdem hohe Anforderungen an das Unternehmen wie zum Beispiel: mindestens zehn nachgewiesene Referenzen, der Nachweis eines Versicherungsschutzes in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro gegen Personen- und Sachschäden, ein Beratungsgespräch mit Information des Kunden über die formalen Rahmenbedingungen sowie die Gewährleistung für die Ausführung der Arbeiten von mindestens fünf Jahren. Auf Wunsch übernimmt das Unternehmen mit dem RAL Gütezeichen auch die formalen Abstimmungen mit den Behörden.

19.05.2008 | Quelle: RAL Deutsches Institut für Gütesicherung (openPR) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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