Neue Organisationsstruktur bei SCHOTT Solar

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Anfang Juni 2008 hat SCHOTT Solar die Bündelung seiner Solar-Kompetenzen in einer neuen Legalstruktur angekündigt. Zu diesem Zweck will die SCHOTT AG ihre Tochtergesellschaft SCHOTT Solarthermie GmbH zu 100 Prozent in die SCHOTT Solar GmbH einbringen. Nun informiert das Unternehmen über die daraus resultierenden personellen Änderungen: Dr. Gerrit Sames und Michael Harre rücken in die Geschäftsführung der SCHOTT Solar GmbH auf. Dr. Nikolaus Benz und Christoph Fark übernehmen die Leitung der SCHOTT Solarthermie GmbH. Dr. Gerrit Sames, bislang Geschäftsführer der SCHOTT Solarthermie GmbH, wechselt in die Geschäftsführung der SCHOTT Solar GmbH. Dort verantwortet er das Ressort Global Operations. Darüber hinaus ist Michael Harre ebenfalls in die Geschäftsführung der SCHOTT Solar GmbH berufen worden, wo er weiterhin für die Bereiche Vertrieb und Marketing verantwortlich zeichnet. Die neuen Zuständigkeiten wurden zum 1. Juni 2008 wirksam.
Die Geschäftsführung der SCHOTT Solar GmbH setzt sich nun wie folgt zusammen: Dr. Martin Heming (Chief Executive Officer); Dr. Jürgen G. Kaiser-Gerwens (Chief Financial Officer); Dr. Gerrit Sames (Chief Operating Officer); Michael Harre (Chief Sales Officer).
Die Leitung der Tochtergesellschaft SCHOTT Solarthermie GmbH übernehmen mit Dr. Nikolaus Benz als technischem und Christoph Fark als kaufmännischem Geschäftsführer zwei langjährige Mitarbeiter des Unternehmens. Auf die Beschäftigten, die im Geschäftsbereich Concentrated Solar Power (CSP) an den Standorten Mitterteich und Aznalcóllar (Spanien) Receiver für Solarkraftwerke produzieren, habe diese rein organisatorische Neuordnung keine Auswirkungen, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

SCHOTT Solar forciert Expansionskurs: Produktionskapazität für Parabolrinnentechnologie und kristalline Photovoltaik sollen auf jeweils ein Gigawatt pro Jahr wachsen
SCHOTT Solar plant, die jährlichen Kapazitäten in der Receiverfertigung für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie (Concentrated Solar Power) bis zum Jahresende 2009 auf rund ein Gigawatt auszubauen. Auch die jährliche Produktionskapazität im Joint Venture WACKER SCHOTT Solar soll bis 2012 auf rund ein Gigawatt erweitert werden. Damit einher geht eine organisatorische Neuausrichtung: Künftig werden alle Solar-Kompetenzen des SCHOTT Konzerns – sowohl Photovoltaik (PV) als auch Concentrated Solar Power (CSP) – unter dem Dach der SCHOTT Solar GmbH gebündelt. Dies gab der Hersteller auf einer Pressekonferenz anlässlich der Fachmesse Intersolar bekannt. Damit sei die SCHOTT Solar GmbH das einzige Unternehmen weltweit, das sowohl hochwertige Receiver für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie als auch Komponenten für PV-Anwendungen produziert.

Solarkraftwerke als eine der wichtigsten Alternativen für die Zukunft der Energieversorgung
Dr. Martin Heming, Geschäftsführer und CEO der SCHOTT Solar GmbH, kommentiert die Unternehmensstrategie: “Wir sehen in Solarkraftwerken eine der wichtigsten Alternativen, um die Zukunft der Energieversorgung zu sichern. Bereits heute können sie ganze Städte mit Strom versorgen, wie erfolgreiche Beispiele aus den USA zeigen. Auch in Spanien werden Projekte in vergleichbarer Größenordnung realisiert. Darüber hinaus lassen sich Solarkraftwerke mit fossilen Energiequellen oder Biomasse kombinieren. Damit kann eine sichere Energieversorgung mit hohem Solaranteil realisiert werden. Das große CSP-Potenzial hat SCHOTT Solar frühzeitig erkannt und sich entsprechend strategisch ausgerichtet. Durch die Bündelung des gesamten Solar-Know-how des SCHOTT Konzerns in der SCHOTT Solar GmbH erreichen wir eine noch größere Schlagkraft und schärfen unser Profil als großes integriertes und weltweit tätiges Solarunternehmen.”

CSP- und PV-Aktivitäten auf Wachstumskurs
Um die geplante jährliche Produktionskapazität von einem Gigawatt bei Receiver-Rohren – einer Schlüsselkomponente von Solarkraftwerken mit Parabolrinnentechnologie – zu erreichen, hat SCHOTT Solar neben der bestehenden Produktion im bayerischen Mitterteich bereits Ende Mai in Aznalcóllar bei Sevilla (Spanien) ein neues Werk eingeweiht. Bis zum Jahresende 2008 will das Unternehmen dort die Produktionskapazität durch eine zweite Fertigungslinie verdoppeln. Darüber hinaus plant SCHOTT Solar, ab 2009 in Albuquerque (USA, New Mexiko) Receiver sowie Solarstrommodule zu fertigen.

Allianzen stärken Basis für beschleunigtes Wachstum
Neben dem Aufbau eigener Produktionskapazitäten stellen strategische Allianzen eine weitere erfolgreiche Komponente der jüngsten Unternehmensentwicklung von SCHOTT Solar dar. Durch das Joint Venture mit der WACKER Chemie AG, gegründet im Oktober 2007, plant SCHOTT Solar, seine Wachstumspläne in der kristallinen Photovoltaik noch schneller umzusetzen. Diese Partnerschaft sichere SCHOTT Solar die langfristige Versorgung mit Silicium, dem derzeit weltweit knappen Ausgangsmaterial für Solarzellen. Bis 2012 ist im Joint Venture WACKER SCHOTT Solar an den Standorten in Jena und Alzenau eine jährliche Produktionskapazität von einem Gigawatt geplant.
Zusammen mit der ersol Thin Film GmbH entwickelt SCHOTT Solar mikromorphe Technologien für Dünnschichtzellen, die den Wirkungsgrad deutlich erhöhen sollen. Die beiden Unternehmen bündeln ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich, um die Produkte schneller zur Markt- und Serienreife zu führen.
Auch für die Zukunft schließt SCHOTT Solar weitere strategische Partnerschaften nicht aus. “Wir sind der Meinung, dass sich über sinnvolle Kooperationen nicht nur Größenvorteile, sondern auch Kosteneinsparungen realisieren lassen. Ferner sollen uns Partnerschaften helfen, Innovationen schneller marktfähig zu machen und neue Märkte zügig zu erschließen”, führt Geschäftsführer und CFO Dr. Jürgen Kaiser-Gerwens aus. “Deshalb werden wir den Markt aufmerksam beobachten und sind offen für weitere Partnerschaften.”

Vorsichtiger Optimismus im Hinblick auf Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, zeigte sich hinsichtlich der jüngst von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vorsichtig optimistisch: “Eine stärkere Degression erhöht natürlich den Innovationsdruck. Viel wichtiger ist aber, dass der Ausbau der Solarenergie nach dem derzeitigen Stand nicht gestoppt werden soll und der Grundgedanke des EEG für eine dezentrale, saubere und nachhaltige Energieversorgung von der Politik weiterverfolgt wird. Deutsche Unternehmen können ihre gute technologische Position ausbauen, in die technische Weiterentwicklung investieren und neue Arbeitsplätze schaffen.”

19.06.2008 | Quelle: SCHOTT Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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