Bundestagsfraktionen machen sich stark für Internationale Agentur für Erneuerbare Energien

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Fraktionsübergreifend unterstützen CDU/CSU, SPD und Grüne die anstehende Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). In einem Antrag, der am 19.06.2008 in den Bundestag eingebracht wurde, heißt es, die Fraktionen begrüßten die Bemühungen der Bundesregierung, dafür zu werben, dass der Sitz der Organisation in Deutschland ist. „Zur Erleichterung des Technologietransfers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienzsteigerungen sowie zur Profilierung politischer Strategien ist die Einrichtung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien die wichtigste institutionelle Maßnahme“, schreiben die Abgeordneten. Die Gründungsversammlung der IRENA ist für Ende November in Bonn vorgesehen.
Die Mitgliedschaft in der Organisation soll freiwillig sein und allen Regierungen „zu jedem Zeitpunkt offen stehen“.
Die vordringliche Aufgabe der Agentur sei die Beratung von Regierungen und internationalen Organisationen bei der Entwicklung von Politik- und Finanzierungsansätzen zur Nutzung erneuerbarer Energien, heißt es in dem Papier. Außerdem solle IRENA den internationalen nicht kommerziellen Technologietransfer fördern und für die internationale Information und Kommunikation über erneuerbare Energien zuständig sein.

Internationale Parlamentarierkonferenz sprach sich bereits 2004 für die Gründung der IRENA aus
Der Antrag wurde von der Union, der SPD und den Grünen eingebracht, in der Tradition der internationalen Parlamentarierkonferenz im Rahmen der „Renewables“ 2004 in Bonn, die sich für die Gründung ausgesprochen hatte. Seit 2004 waren Hermann Scheer und Hans-Josef Fell in einer Vielzahl von Ländern unterwegs, um für die IRENA zu werben. „Die IRENA wird für erneuerbare Energien entscheidend sein, um den weltweiten Ausbau zu beschleunigen, so wie es die Internationale Atomenergieorganisation für die Atomenergie seit Jahrzehnten macht“, betont Fell. „Entscheidend wird sein, dass die IRENA über eine Satzung verfügt, die klar die Interessen des Ausbaus erneuerbarer Energien beinhaltet und nicht von den Interessen der konventionellen fossilen und atomaren Energiewirtschaft verwässert wird. Nur dann kann IRENA wirkungsvoll den weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen“, schreibt Fell in einem Infobrief.
Weitere Informationen:
„Gründe für eine Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA)“
und http://www.irena.org/ (Englisch)

20.06.2008 | Quelle: Deutscher Bundestag; bundestag.de/aktuell | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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