Energiepark Waldpolenz ist größtes Solar-Kraftwerk der Welt

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Die juwi-Gruppe aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) hat einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der solaren Stromerzeugung erreicht: Mit der Inbetriebnahme eines weiteren Solarfeldes am 22.06.2008 ist der Energiepark „Waldpolenz“ mit aktuell 24 Megawatt (MW) Leistung zum größten Solarkraftwerk der Welt geworden. Auf einem ehemaligen Militärflughafen in den Gemeinden Brandis und Bennewitz östlich von Leipzig errichtet die juwi-Gruppe bis Ende 2008 eine 40-Megawatt starke Photovoltaik-Anlage mit modernster Dünnschichttechnologie. gegenwärtig sind rund 23.000 Stahlpfosten aufgestellt, rund 7.500 Aluminiumtische darauf verschraubt und über 340.000 Solarmodule auf diesen nach Süden geneigten Unterkonstruktionen montiert und verkabelt. „In den nächsten Monaten werden wir nun die weiteren Bauabschnitte mit zusammen noch einmal 16 Megawatt errichten“, verweist juwi-Vorstand Matthias Willenbacher auf den rasanten Fortgang der Bauarbeiten.
Bundesminister Wolfgang Tiefensee, zuständig für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sowie Sachsens Justizminister Geert Mackenroth beteiligten sich zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt Brandis, Andreas Dietze, sowie Vertretern der juwi-Gruppe, der Deutschen Bank und des Investors Sachsenfonds an der feierlichen Inbetriebnahme-Zeremonie, die vom berühmten Thomanerchor aus Leipzig begleitet wurde.
Gelebte Zukunftsinvestition ist „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“
Die Einzigartigkeit dieses Projektes wird dokumentiert durch die Auszeichnung zum „Ausgewählten Ort 2008“ im Land der Ideen. „Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler. Ziel ist, ein positives Deutschlandbild im In- und Ausland zu vermitteln und darüber hinaus die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu betonen. Die Kernbotschaft aller Aktivitäten lautet „Deutschland ist führend durch Innovation“. Der Energiepark Waldpolenz wurde daher am 22.06.2008 durch Bernd Köhncke von der Deutschen Bank als „Ausgewählter Ort“ im Land der Ideen ausgezeichnet. Das visionäre Energieprojekt ist damit einer der Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. „Wenn sich Leistungsbereitschaft und Gestaltungswille mit kreativen Ideen verbinden, stärkt dies den Standort Deutschland. Der Energiepark Waldpolenz ist gelebte Zukunftsinvestition“, betonte Köhncke in seiner Laudatio.

40 Millionen Kilowattstunden Solarstrom vermeiden jährlich rund 25.000 Kohlendioxid-Emissionen
Nach der Inbetriebnahme werden juwi-Mitarbeiter auch für die Betriebsführung sowie den Service und die Wartung des Solarparks tätig sein. Nach kompletter Fertigstellung werden in dem Solarstrom-Kraftwerk im sächsischen Muldentalkreis pro Jahr etwa 40 Millionen Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt. Das Solarkraftwerk wird damit jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Das Investitionsvolumen für den Solarpark „Waldpolenz“ beträgt rund 130 Millionen. „Solarstrom schont nicht nur die Umwelt, sondern macht auch unabhängig von teuren Energieimporten und schafft neue Arbeitsplätze. Freiflächenanlagen als preisgünstigstes Photovoltaik-Segment tragen maßgeblich zu diesem Erfolg bei“, ergänzt Fred Jung, ebenfalls Vorstand der juwi-Gruppe. Mit der Inbetriebnahme festigt die juwi-Gruppe ihre Position als einer der weltweit führenden Projektentwickler von Solarstrom-Anlagen.
juwi solar-Geschäftsführer Falck: Durch aggressive Senkung der Vergütung für Solarstrom in Deutschland werden neue Freiflächen-Solarparks ab 2010 voraussichtlich unwirtschaftlich

Vor kurzem fiel der Startschuss für ein weiteres Großprojekt: Auf einem ehemaligen Militärflughafen bei Köthen in Sachsen-Anhalt baut juwi eine weitere solare Großanlage. Auf dem 56 Hektar großen Gelände sollen vom Sommer an rund 175.000 Solarmodule montiert werden. Die jährliche Stromproduktion beträgt voraussichtlich 13 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 4.000 Haushalten. „Und wir haben noch weitere Großprojekte in der Pipeline“, kündigt Lars Falck, Geschäftsführer der juwi solar GmbH, an. „Weil die Vergütung für Solarstrom nach der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes ab 2009 aber viel zu aggressiv gesenkt wird, werden neue Freiflächen-Solarparks ab 2010 in Deutschland voraussichtlich nicht mehr wirtschaftlich sein“, betont Falck. Der Markt werde sich dann in das süd- und außereuropäische Ausland verlagern – mit entsprechend negativen Folgen für die nationalen Klimaschutzbemühungen in Deutschland.

23.06.2008 | Quelle: Juwi-Gruppe | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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