VDE eröffnet weltweit modernstes Testzentrum

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Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) auf Expansionskurs: Über fünf Millionen Euro investierte das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut in den Bau eines neuen Kompetenz-Centers für Messungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und Akustikmessungen in Offenbach. Das neue 1.700 m² große Testzentrum sei aufgrund seiner speziellen Messtechnik eines der modernsten weltweit und ermögliche die Durchführung von Prüfungen für einen breiten Anwendungsbereich. „Das hohe Innovationstempo, die zunehmende technische Komplexität und die Globalisierung stellen gerade im Verbraucherschutz neue Herausforderungen an Unternehmen und an den VDE. Zum einen müssen hohe Sicherheitsstandards weltweit durchgesetzt und gesichert werden. Zum anderen müssen wir unser Prüfspektrum und unseren Service stetig erweitern“, so der VDE-Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer.

VDE-Institut und Fraunhofer ISE prüfen gemeinsam Mikrobrennstoffzellen und -systeme sowie Photovoltaiksysteme
Neu im Portfolio ist die Prüfung und Zertifizierung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen für portable Anwendungen. Hier kooperieren seit diesem Jahr das VDE-Institut und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Im Rahmen der Kooperation übernimmt das VDE-Institut die Sicherheitsprüfung und Zertifizierung nach den gängigen Normen und Standards, während die relevanten Performance-Prüfungen gemeinsam durchgeführt werden. Fachleute gehen davon aus, dass die Brennstoffzellen kurz vor dem Durchbruch stehen und schon bald als Versorgungseinheiten für Laptops, Mobiltelefone und Camcorder, sowie industrielle, netzferne Geräte auf dem Markt angeboten werden. Darüber hinaus wurde mit dem Kompetenzpartner ISE das Prüfspektrum für die Photovoltaik wesentlich erweitert. Photovoltaik-Module, -Systeme und -Anlagen werden im Rahmen der Produktprüfung auf Sicherheit, Performance und Funktion geprüft. Im Zeitraffer werden in den Prüflabors Hitze, Kälte und Feuchtigkeit simuliert.

VDE stärkt Standort Offenbach mit neuen Dienstleistungen
„Hauptsitz des VDE-Instituts ist und bleibt Offenbach trotz einer verstärkten Nachfrage aus Asien“, versichert Zimmer. Insbesondere in den Bereichen Umweltprüfungen und Prüfungen von Hightech-Endgeräten baute das VDE-Institut im vergangenen Jahr sein Dienstleistungsportfolio am Standort Offenbach weiter aus. „Egal ob Haartrockner, Waschmaschine oder Photovoltaik-Anlage, unser Prüfinstitut hat sich zum Kompetenzzentrum für umfassende Prüfung und Zertifizierung in der Elektrotechnik etabliert“, erläutert Zimmer. So prüfen die Ingenieure im Rahmen der Qualitätsmarke „VDE Quality Tested“ die Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz, Gebrauchstauglichkeit und damit die ganzheitliche Qualität eines Gerätes. Mit dem neuen EMV- und Akustik-Testzentrum bietet das VDE-Institut Prüfungen mit modernsten Messsystemen an. So setzt das VDE-Institut beispielsweise ein Messverfahren im Bereich der EMV-Messungen ein, das als Weltneuheit gilt und welches das VDE-Institut zusammen mit dem Institut für Hochfrequenztechnik der TU München entwickelt hat. Dieses kann Messungen in Sekunden über den gesamten Frequenzbereich durchführen, zeitaufwendige Vor- und Nachmessungen gehören damit der Vergangenheit an.

Weltweiter Verbraucherschutz
Seit 1920 steht das VDE-Zeichen für Sicherheit und Qualität in der Elektro- und Informationstechnik. Mehr als 100.000 Geräte pro Jahr unterziehen die unabhängigen Prüfingenieure des VDE einem Härtetest bevor sie das VDE-Prüfzeichen erhalten. Rund um den Globus überwachen die VDE-Prüfingenieure mehr als 7.000 Fertigungsstätten.
Kooperationsvereinbarungen mit mehr als 50 Ländern sorgen dafür, dass die vom VDE-Institut durchgeführten Prüfungen international anerkannt sind. Weltweit tragen 200.000 Produkttypen mit einer Million Modellvarianten das VDE-Zeichen. Der Verbraucher weiß: Sicherheit ist Verbraucher- und Umweltschutz. Daneben ist es Ziel des VDE, die Position Deutschlands als einen der führenden Innovationsstandorte weltweit zu festigen und weiter auszubauen. „Tested in Germany“ ist dazu ein kräftiger Hebel.

25.06.2008 | Quelle: VDE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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