ENERGY-EFFICIENCY-WATCH präsentiert erste Ergebnisse: Energieeffizienz muss deutlich ernster genommen werden

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Ziel des europäischen Projekts ENERGY-EFFICIENCY-WATCH (EEW) ist, ehrgeizige nationale Energieeffizienzpläne (NEEAP) in allen EU-Mitgliedsstaaten sicherzustellen. Nun haben die wissenschaftlichen Partner von EEW, das Wuppertal Institut und Ecofys, die ersten Ergebnisse einer Untersuchung der NEEAP veröffentlicht und kommen zu dem Ergebnis, dass die nationalen Energieeffizienzpläne oft unausgewogen und nicht immer gehaltvoll genug sind. Insgesamt dränge sich der Eindruck auf, dass die Energieeffizienz nicht Ernst genug genommen werde, heißt es in der Pressemitteilung von EEW. Und das, obwohl die Energieeffizienz große Potenziale habe und eine bedeutende Chance darstelle, um die Ziele des EU-Klimapakets für 2020 zu erreichen, betont EEW.
Energieeffizienz bedeute nicht nur, Energie zu sparen und damit Emissionen zu senken, sondern sie sei auch eine Voraussetzung für die Sicherheit der Energieversorgung, weil sie die Abhängigkeit vom Öl reduziere.

Effizienzpotenziale, Energiesparziele und Maßnahmen müssen herausgearbeitet werden
Die EU-Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen verlangt von den Mitgliedsstaaten, den Endenergieverbrauch bis 2016 um 9 % zu senken und fordert zu diesem Zweck drei nationale Aktionspläne zur Energieeffizienz. Der erste Aktionsplan sollte bereits zum 30.06.2007 vorliegen. Nur wenige Mitgliedsstaaten hätten diesen Termin ernst genommen, berichtet EEW. Doch zwischenzeitlich hätten fast alle Länder einen Aktionsplan vorgelegt. In einem zweiten Schritt will EEW die 12 Aktionspläne im Detail untersuchen und die besten politischen Maßnahmen ermitteln, die dann allen europäischen Ländern vorgeschlagen werden sollen.
In den meisten nationalen Energieeffizienzplänen werde der Zusammenhang zwischen technischen Effizienzpotenzialen, Energiesparzielen und Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz nicht deutlich oder er sei nur schwach herausgearbeitet, stellen die wissenschaftlichen Bebachter fest. Dennoch gebe es eine sehr anschauliche Sammlung von Maßnahmen, welche als internationale Vorbilder dienen könnten. “Außerdem erlaubt die Sammlung von Vorschlägen ein intensiveres Nachdenken über die Energieeffizienz, weg von einzelnen Aktionen und hin zu stimmigen politischen Gesamtpaketen”, kommentiert Ralf Schüle vom Wuppertal Institut. “Was wir nun brauchen, ist eine Angleichung der NEEAP und Methoden zur Bewertung”, so Schüle weiter.
Die Ergebnisse der EEW sind im Internet zugänglich unter: http://www.energy-efficiency-watch.org/index.php?id=49

01.07.2008 | Quelle: ENERGY-EFFICIENCY-WATCH (EEW); EUFORES | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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