FDP-Bundestagsfraktion: Erneuerbare Energien zu einem zentralen Projekt der Mittelmeer-Union machen

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“Die Mittelmeer-Union kann neue Wege für Klimaschutz und Energiesicherheit eröffnen. Erneuerbare Energien sollten zu einem zentralen Projekt der Mittelmeer-Union werden. Eine Vision ist dabei ein Stromverbund im Mittelmeer-Raum, um Strom aus solarthermischen Kraftwerken in Nordafrika nach Europa zu importieren”, so der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch zur Gründung der Mittelmeer-Union und zu ihrer Perspektiven für die Energiesicherheit und den Klimaschutz. Solarstrom aus der Mittelmeer-Region wäre grundlastfähig und kostengünstiger als der hoch subventionierte Solarstrom aus Deutschland, betont Kauch. Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt das DESERTEC-Konzept “Clean Power from Deserts” des CLUB OF ROME und mehrerer Unternehmen.
Es sieht den Bau von Anlagen zur Nutzung der Windenergie sowie solarthermischer Kraftwerke vor, wie sie derzeit bereits in Spanien entstehen. Der Strom soll mit verlustarmer Hochspannungs-Gleichstromübertragung an die Verbraucher in Europa geliefert werden. Die Bundesregierung hat dieses Konzept im März ebenfalls begrüßt. “Nun müssen aber konkrete Schritte folgen”, fordert der FDP-Sprecher.
Auch unterhalb eines großen Stromverbundes könnten erneuerbare Energien in der Mittelmeer-Union zum Thema werden, sagt Kauch. Deutschland habe ein klares Interesse daran, dass deutsche Technologien zum Klimaschutz auch in den Mittelmeer-Staaten eingesetzt werden. Die deutschen Klimaschutz- und Exportförderungsprojekte im Bereich erneuerbarer Energien sollten daher stärker konzentriert werden und insbesondere auch die Mittelmeer-Staaten im Blick haben.
Weitere Informationen:
Solarstrom aus der Wüste statt Wüste in Deutschland. Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund

14.07.2008 | Quelle: FDP-Bundestagsfraktion | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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