Energiepreisbremse Solarenergie: die Sonne schickt keine Rechnung

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Seit 15 Jahren war das Leben nicht so teuer wie jetzt. Auslöser der Teuerungswelle sind die hohen Energiepreise. Für Öl, Gas oder Strom zahle man heute um ein Drittel bis zum Doppelten mehr als noch vor wenigen Jahren, betont der Verband Austria Solar in einer Pressemiteilung. Bei den aktuellen Energiepreisen würden viele Haushalte im nächsten Winter einige hundert Euro mehr bezahlen müssen als bisher. Besonders Kleinverdiener seien davon stark betroffen. Der Umstieg auf preisstabile Energieträger sei daher dringend erforderlich. „Ein Ausweg aus der Energiepreisspirale strahlt täglich vom Himmel – die Sonne liefert in nur drei Stunden mehr Energie als die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht, und das ohne etwas zu verrechnen“, heißt es in der Pressemitteilung. Mit thermischen Solaranlagen lassen sich laut Austria Solar zwei Drittel der Kosten für Warmwasser und rund ein Drittel der Kosten beim Heizen sparen.

Solarwärmeanlagen werden in Österreich durchschnittlich mit zwanzig Prozent gefördert
In allen österreichischen Bundesländern werden Solarwärmeanlagen mit durchschnittlich zwanzig Prozent gefördert, zusätzlich geben hunderte Gemeinden eine Solarförderung. Eine Warmwasser-Solaranlage spart bei den derzeitigen Energiepreisen bis zu 350 Euro pro Jahr, eine größere Solaranlage zur Heizungsunterstützung sogar bis zu 700 Euro jährlich, rechnet Austria Solar vor. Bei Anschaffungskosten von 6.000 bis 12.000 Euro je nach Anlagengröße und knapp 40 Prozent Förderung von Land und Gemeinde rechne sich die Solaranlage bei weiter steigenden Energiepreisen in weniger als zehn Jahren. Unabhängige Infos und Tipps bietet die Website http://www.solarwaerme.at.

Solarwärme auf dem Vormarsch: Politischer Vorrang für Solarthermie in der Steiermark und in Oberösterreich
Die Energiequelle Sonne wird immer wichtiger, Solarwärme wurde bereits in zwei österreichischen Bundesländern zur vorrangigen Energieform erklärt: Seit zwei Jahren sind in der Steiermark thermische Solaranlagen eine Grundvoraussetzung für den Erhalt der Wohnbauförderung, im Jahr 2007 hat Oberösterreich eine derartige Regelung beschlossen. Damit wollen die Bundesländer den Umstieg auf die unerschöpfliche und kostenlose Energiequelle Sonne beschleunigen, um die laufenden Ausgaben bei den Energiekosten zu dämpfen. „Auch bei der Neuordnung der Wohnbauförderung ab Jänner 2009 wird der Solarenergie ein zentraler Stellenwert eingeräumt, das Beispiel der Vorreiter Steiermark und Oberösterreich macht Schule“, meint Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar. Mit einem jährlichen Volumen von zweieinhalb Milliarden Euro sei die Wohnbauförderung das wirkungsvollste Instrument, um Effizienz und Einsatz erneuerbarer Energie im Wohnbau im Sinne der Klimastrategie der Bundesregierung voranzutreiben. Mit den geplanten Vorgaben könnten Solarwärmeanlagen bis 2020 mehr als 1,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, ein deutlicher Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.

26.07.2008 | Quelle: Verband Austria Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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