Photovoltaik-Hersteller ersol: operatives Ergebnis zum Halbjahr 2008 übertrifft den Vorjahresgesamtwert

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Die ersol Solar Energy AG (ersol, Erfurt) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2008 einen Konzernumsatz von 129,9 Millionen Euro. Damit erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 86,0 Prozent (H1 2007: 69,8 Millionen Euro), berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dieses beachtliche Wachstum lasse sich im Wesentlichen auf die planmäßige Mehrbelieferung mit Silizium beziehungsweise Wafern (Silizium-Scheiben) und deren Verarbeitung in den erweiterten Produktionskapazitäten zurückführen. Die Umsatzverteilung zeigt eine steigende Bedeutung der internationalen Märkte für die ersol Gruppe. Die Exportquote lag bei 72,6 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr um 22,1 Prozentpunkte gestiegen (H1 2007: 50,5 Prozent).
Die Tochtergesellschaft ersol Thin Film GmbH im Bereich Modules hat in der zweiten Hälfte des 2. Quartals 2008 erstmals zur positiven Entwicklung dieses Segments beitragen.

EBIT zum Halbjahr 2008 übertrifft bereits das EBIT des gesamten Geschäftsjahres 2007
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 erheblich gesteigert werden. So übertrifft das EBIT zum Halbjahr 2008 bereits das EBIT des gesamten Geschäftsjahres 2007. Insgesamt erwirtschaftete ersol im Berichtszeitraum 22,4 Millionen Euro und somit 132,7 Prozent mehr als im Vorjahr (H1 2007: 9,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge von 17,2 Prozent stieg im Vergleich zum Vorjahr (H1 2007: 13,8 Prozent) relativ um 24,6 Prozent. Diese positive Entwicklung sei unter anderem durch niedrigere Vorlaufkosten in den Bereichen Wafers und Solar Cells sowie erstmals in diesem Halbjahr erzielte Umsätze der ersol Thin Film GmbH bedingt. Seit dem ersten Quartal 2008 gestaltet ersol seine Segmentberichterstattung noch transparenter und ordnet die Corporate-Kosten nicht länger dem Bereich Solar Cells zu. Dies ermögliche eine realistischere Darstellung der erzielten Ergebnisse in der Solarzellenproduktion. Die EBIT-Marge im Segment Solar Cells war mit 11,8 Prozent erstmals, wie geplant, zweistellig. Für diese EBIT-Marge erwartet ersol eine Fortsetzung dieses Trends, der durch deutliche Output-Steigerungen und eingefahrene Fertigungsstätten erreicht werden kann. Die ersol Gruppe geht davon aus, dass sich die Konzern-EBIT-Marge im kommenden Halbjahr auf über 20 Prozent verbessern wird.
Das Ergebnis nach Steuern (Nettogewinn) betrug in den ersten sechs Monaten 11,5 Millionen Euro und damit 123,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (H1 2007: 5,1 Millionen Euro). Das erste Halbjahr 2008 war damit das stärkste in der Unternehmensgeschichte der ersol Gruppe. Der operative Cashflow verbleibt nach der ersten Jahreshälfte mit minus 12,5 Millionen Euro weiterhin negativ (H1 2007: 4,6 Millionen Euro). Er sei im zweiten Quartal 2008 jedoch positiv gewesen und vom ersten auf das zweite Quartal 2008 um 2 Millionen Euro verbessert worden, betont das Unternehmen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beruhe primär auf mit den deutlichen Output-Steigerungen einhergehendem Aufbau des Vorratsvermögens um 11,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008. Auch beim Ergebnis je Aktie kommt der Ausbau der Geschäftstätigkeit von ersol zum Tragen. So konnte ein Ergebnis von 1,21 Euro pro Aktie erreicht werden. Das entsprechende Vorjahresergebnis konnte damit um 132,7 Prozent übertroffen werden (H1 2007: 0,52 Euro).

Gesamtjahresprognose unverändert
In den ersten sechs Monaten wie auch im weiteren laufenden Geschäftsjahr werden die Kapazitäten in den Bereichen Wafers und Solar Cells weiter ausgebaut. Am Jahresende sollen bei Wafers 180 MWp, in der kristallinen Solarzellenfertigung 220 MWp und bei ersol Thin Film 40 MWp Nominalkapazität zur Verfügung stehen. Nach Vollendung des ersten Halbjahres hat sich an der Gesamtjahresprognose von ersol nichts geändert. “Mehr als in den Jahren zuvor sind auch in 2008 die ersten sechs Monate nicht repräsentativ für die Entwicklung in den Folgequartalen. Umsatz und Ergebnis werden sich aufgrund der steigenden Materiallieferungen in den beiden Folgequartalen 2008 planmäßig deutlich erhöhen. Die Kapazitätserweiterungen in allen Bereichen sowie der Produktions- und Vertriebsstart der Dünnschicht-Technologie sind erfolgreich verlaufen. Dies ist die Basis dafür, dass wir an unserer Prognose festhalten”, so Ekhard von Dewitz, Finanzvorstand der ersol Solar Energy AG zur weiteren Geschäftsentwicklung. “In den beiden letzten Quartalen in 2008 rechnen wir mit einer noch besseren Profitabilität und dem erstmaligen Erreichen unserer Ziel-EBIT-Marge von über 20
Prozent”, so von Dewitz weiter. Aus heutiger Sicht geht ersol davon aus, dass für 2008 ein Umsatz zwischen 300 und 320 Millionen Euro und ein operativer Gewinn zwischen 70 und 80 Millionen Euro erreicht werden kann. Die Tatsache, dass ersol in diesem Geschäftsjahr fast die gesamte Solarzellenproduktion verkauft habe, trage zu dieser Planungssicherheit bei.

Bosch hält mittlerweile 85,48 Prozent der ersol-Aktien
Am 13.08.2008 hat die Robert Bosch GmbH die Übernahme der Aktien des bisherigen Mehrheitsaktionärs Ventizz vollzogen. Neben diesen 44,76 Prozent der Aktien an der ersol Solar Energy AG hat Bosch zwischenzeitlich 29,34 Prozent der ersol-Aktien zugekauft. Zusammen mit den im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots angedienten Aktien von 11,38 Prozent hält das Unternehmen nun insgesamt 85,48 Prozent der ersol-Aktien. Darüber hinaus hat Bosch, wie bereits bekannt gegeben, mit Ventizz eine Option zum Erwerb weiterer 5,69 Prozent der Aktien an ersol vereinbart, die im März 2009 ausgeübt werden soll. Damit sind Bosch insgesamt rund 91,17 Prozent der ersol-Aktien zuzurechnen.

15.08.2008 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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