Photovoltaik-Anlagenbauer Bürkle sichert sich Aufträge auf der Solarstrom-Messe in Valencia

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Mit einem Auftragseingang von fast fünf Million Euro geht die 23. Photovoltaik-Messe und -Konferenz im spanischen Valencia für den Anlagenbauer Robert Bürkle GmbH zu Ende: Zwei Bestellungen des Mehretagen-Photovoltaik-Laminators “Ypsator” seien verbucht worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. “Das ist umso erstaunlicher, weil die Konferenz keine klassische Verkaufsmesse ist, sondern eher eine Leistungsschau“, sagt Bürkle-Geschäftsführer Hans-Joachim Bender. Die Resonanz unterstreiche, was Kunden und Wettbewerber bestätigten: Der Ypsator sei in Sachen PV-Laminieranlagen Branchenprimus.
130 Fachleute, überwiegend aus den USA, Taiwan, Deutschland, China und Spanien, nahmen nach Angaben des Unternehmens in der ersten Septemberwoche auf dem 40 m² großen Bürkle-Messestand in Halle 3 an einer Ypsator-Präsentation teil. Zu den interessierten Unternehmen zählten laut Bürkle Marktführer wie Oerlikon und Schott-Solar. Dass Bürkle mit dem Ypsator zur richtigen Zeit das passende Produkt für den Solarmarkt entwickelt habe, zeige die Reaktion anderer Maschinenbauer. “Immer mehr Firmen, auch aus anderen Branchen, wollen einen eigenen Mehretagen-Laminatoren auf den Markt bringen”, hat Bender in Spanien beobachtet. Was die schwäbischen Maschinenbauer aus Freudenstadt im Schwarzwald allerdings nicht beunruhigt. Sie seien Spezialisten für alles, was laminiert oder gepresst wird, und hätten ihre Kompetenz aus den Sparten Holz-, Elektronik- und Kreditkartenindustrie auf die Photovoltaik-Anlagen übertragen, mit denen Solarunternehmen Module herstellen.

Bis Jahresende will Bürkle insgesamt elf Ypsatoren ausliefern. Das anvisierte Umsatzziel von 25 Millionen Euro im neuen Geschäftsfeld Photovoltaik sei 2008 somit gut erreichbar, zumal im Oktober eine weitere Solarmesse in San Diego/USA auf dem Plan steht. Wer die beiden Ypsatoren gekauft hat, darf Bürkle nicht mitteilen, heißt es in der Pressemitteilung. Mit Verschwiegenheitserklärungen wollten sich die Kunden ihrerseits Wettbewerbsvorteile im hart umkämpften Solarmarkt sichern.

Jahresgesamtleistung: rund 550.000 Module
Der Ypsator laminiert Photovoltaik-Module. Die Anlagen sind die ersten weltweit, die auf mehreren Ebenen Photovoltaikmodule herstellen. Und das mit nur 50 Prozent der in herkömmlichen Prozessen benötigten Taktzeit, betont die Robert Bürkle GmbH. Auf einer Fläche von beispielsweise 3,5 Quadratmetern je Ebene und fünf Etagen könnten Kunden aus der Solarbranche zehn Photovoltaikmodule pro Charge gleichzeitig produzieren. Die Jahresgesamtleistung liege bei rund 550.000 Modulen. Die Vorteile des Ypsators gegenüber Einetagen-Laminatoren liegen laut Hersteller in seiner Prozessführung und -reproduzierbarkeit. Durch seinen Aufbau und die homogene Temperaturverteilung, die durch das Erwärmen der Heizplatten mit Hilfe von Thermoöl erreicht werde, verkürzten sich Prozesszeiten. (Standardnutzfläche: 2890 x 1220mm, 2200 x 1700mm, Etagen 4-10).
Neu ist auch die Ypsolar-Technologie: Der Laminierprozess ist unterteilt, um die Taktzeit zu reduzieren. Im ersten Schritt werden die Module vorlaminiert. Das heißt, im Vakuum werden Feuchtigkeit und Lufteinschlüsse aus dem Sandwich entfernt und ein vakuumdichter Verbund hergestellt. Dann wird der Prozess unterbrochen und in einem zweiten Schritt, in einer nachfolgenden Presse, fertig laminiert. Im dritten Schritt, dem “Cooling”, kühlt der Ypsator das Solarmodul von 150 Grad Celsius auf Handwärme ab. Durch den Aufbau der drei Laminierstufen können besonders Glasmodule sehr stressreduziert laminiert werden, hebt die Robert Bürkle GmbH hervor.

11.09.2008 | Quelle: Robert Bürkle GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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