Sachsen-Anhalt bundesweit Vorreiter: Erste Professorin für Windenergie nach Magdeburg berufen

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Das “Land der Frühaufsteher” festigt seinen Ruf als Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien: Deutschlands erste Professorin für Windenergie lehrt künftig an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Rektor Prof. Klaus Erich Pollmann überreichte der Wissenschaftlerin Dr. Antje G. Orths die Berufungsurkunde als Honorarprofessorin für Regenerative Energien/Windenergie im Rahmen des bis zum 19. September 2008 stattfindenden internationalen Workshops für regenerative Energiesysteme (CRIS). Antje G. Orths gehört weltweit zu den führenden Wissenschaftlerinnen im Bereich der Windenergiesysteme. Sie arbeitet derzeit als Senior Researcher bei dem dänischen Energieversorgungsunternehmen Energinet.dk und ist dort für die Planung künftiger Netze zuständig.

Neben Dr. Orths wird ab Oktober 2008 auch der Ingenieur Prof. Dr. Rainer Krebs als Honorarprofessor an der Otto-von-Guericke-Universität lehren. Er ist Principal Expert bei der Siemens AG in Erlangen und wird die “Schutz- und Leittechnik” wissenschaftlich vertreten. “Mit dieser Doppelberufung wird der Schwerpunkt ‘Regenerative Windenergien’ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg weiter gestärkt”, so der Rektor Prof. Klaus Erich Pollmann. In den letzten Jahren sei die Forschung der Magdeburger Wissenschaftler stark nachgefragt und durch zahlreiche Projekte mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der EU, des Bundesforschungsministeriums aber auch mit Unternehmen wie Siemens, Vattenfall oder Energienet.dk weiterentwickelt worden, so Pollmann weiter.

Experten für die Sicherheit und Zuverlässigkeit elektrischer Energiesysteme
Der internationale CRIS-Workshop wird von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit dem International Institute for Critical Infrastructure (Schweden) durchgeführt. Elektrotechniker, Informatiker, Ingenieure und Geologen aus den USA, Frankreich, England, Irland, der Schweiz, Polen und Deutschland beraten über die Sicherheit und Zuverlässigkeit elektrischer Energiesysteme der Zukunft und den Einfluss von dezentraler regenerativer Energieerzeugung auf die Netzsicherheit in Europa und Übersee. Insbesondere werden innovative elektrotechnische Systeme diskutiert, welche die gewonnene Windenergie sicher und zuverlässig in das konventionelle Netz transportieren sollen.

Windenergieanlagen liefern mehr als ein Drittel des in Sachsen-Anhalt verbrauchten Stroms
In Sachsen-Anhalt werden bereits mehr als 35 % des verbrauchten Stroms mit Windenergieanlagen hergestellt, so der sachsen-anhaltischeWirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert auf der Tagung. “Das Land Sachsen-Anhalt ist bereits heute das Land der regenerativen Energien und unterstützt innovative Industrieunternehmen wie Q-Cells in Thalheim oder Enercon und erhofft sich weitere Arbeitsplätze in dieser Branche. Die neuen Berufungen, die in Kooperation mit wichtigen Industriepartnern stattfinden, kommen da ‘just in time’.” Eine bessere Koordinierung dieser Thematik erhofft sich Schubert in Vorbereitung eines Landes-Clusters “Regenerative Energien”.

21.09.2008 | Quelle: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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