REC ASA baut Silangas-Produktion für die Photovoltaik aus

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Der Solar-Konzern REC (Sandvika; Norwegen) hat beschlossen, den zunächst im April 2007 verkündeten Umfang des neuen Expansionsprojektes (“Betrieb IV”) auszuweiten. Die Entscheidung sei maßgeblich durch die vorteilhaften Marktbedingungen für Silangas und den internationalen Silizium-Bedarf beeinflusst worden. Das zusätzliche Silangas-Volumen von jährlich rund 2.300 Tonnen ermögliche REC eventuell eine Verdoppelung des Anteils am Handelsmarkt, heißt es in der Pressemitteilung. Interne wie externe Polysilizium-Verpflichtungen seien weiterhin gesichert. In den letzten Quartalen sei die gestiegene Attraktivität des Silangasmarktes zunehmend offensichtlich geworden, betont REC. In einem Markt, der hauptsächlich durch die Nachfrage nach integrierten Schaltungen und Flachbildschirmen bestimmt wird, sei der Marktanteil der Photovoltaik schnell gestiegen und es werde auch künftiges, kräftiges Wachstum erwartet.
In der Photovoltaik sei Silangas traditionell in der Produktion von waferbasierten Solarzellen genutzt worden. Künftig werde sein Einsatz jedoch zunehmend durch die Entwicklungen im wachsenden Dünnschichtmarkt beeinflusst (amorphes Silizium bzw. mikrokristallin-amorphe Tandemzellen). Diese Entwicklung sei im Juni 2008 zudem bekräftigt worden, als REC sich langfristige Aufträge für die Silangasversorgung mit den Hauptgasverteilern im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar sicherte. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei bei diesen Verträgen etwa 15% höher gewesen als derzeit.

2.300 Tonnen Silangas für den Handelsmarkt
“Diese Änderung des Expansionsumfangs macht sehr viel Sinn – nicht nur aus einer rein finanziellen Perspektive heraus, sondern es sorgt auch für eine verbesserte Produktabsicherung und ermöglicht REC darüber hinaus, von zukünftigen Gelegenheiten im Dünnschichtbereich zu profitieren. Während parallel dazu ein schnelles Wachstum der REC-Siliziumwafertechnologieplattform unterstützt wird”, kommentiert Erik Thorsen, Präsident und CEO von REC. Die zusätzlichen 2.300 Tonnen Silangas pro Jahr stünden dem schnell wachsenden Handelsmarkt zur Verfügung, dies bedeute jedoch, dass für Produktion von Polysilizium statt rund 6.000 Tonnen im ursprünglichen Investitionsfall nur etwa 4.000 Tonnen pro Jahr verblieben. Die Reduktion um 2.000 Tonnen begründet REC mit dem letztendlichen Umfang der Singapur-Expansionsphase I, welche im Juni 2008 angekündet wurde. “Wir sind heute und werden für absehbare Zukunft der größte Produzent von Silangas weltweit bleiben. Diese Entscheidung wird es uns zusätzlich ermöglichen, unsere Position als der führende Vermarktungsspezialist am Handelsmarkt für Silangas beizubehalten”, fügt Erik Thorsen hinzu.

06.10.2008 | Quelle: REC | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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