Bundesregierung lobt Windpark-Projekt der juwi-Gruppe in Costa Rica

NULL

Die Bundesregierung hat das Windparkprojekt der rheinland-pfälzischen juwi-Gruppe in Costa Rica als beispielhaft gewürdigt: Der von juwi projektierte Windpark “Proyecto Eólico Guanacaste” in Costa Rica sei ein gutes Beispiel für gelungenen Technologie- und Know-how-Transfer nach Zentralamerika, betont das Bundesumweltministerium (BMU). “Der Windpark macht das Land unabhängiger von teuren Energie-Importen, schafft Arbeitsplätze und ist klimafreundlich. Ich freue mich, dass Deutschland Costa Rica auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Energieversorgung unterstützen kann”, so der Parlamentarische Staatssekretär im BMU, Michael Müller, der das Projekt im Rahmen einer mehrtägigen Lateinamerika-Reise besucht hat.
Juwi ist einer der führenden Projektentwickler von Windkraft-, Solar- und Bioenergieanlagen. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern errichtet das Wörrstädter Unternehmen in der Region Guanacaste den größten Windpark Zentralamerikas. Er besteht aus 55 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt, die pro Jahr etwa 240 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Nach europäischen Maßstäben können damit rund 70.000 Haushalte versorgt werden.
“Das Projekt ist ein Meilenstein der Firmengeschichte, denn es bedeutet für uns den Einstieg in den lateinamerikanischen Windenergie-Markt. Der Anfang des Jahres gestartete Bau des Windparks macht gute Fortschritte. Aktuell kommen pro Woche im Schnitt zwei Anlagen hinzu”, sagte juwi-Vorstand und Gründer Matthias Willenbacher in Costa Rica. Anlagenlieferant ist die Auricher Windkraftschmiede Enercon, welche die Wind-Turbinen vom Typ E-44 über den Atlantik verschifft. Juwi ist als Projektentwickler vor allem für das Projektmanagement zuständig. Gemeinsam mit Enercon wird das Unternehmen später aber auch den Betrieb der Anlagen betreuen.
Costa Rica und seine Bevölkerung profitieren auf vielfältige Weise von dem Windpark, der zum Jahreswechsel 2008/2009 an das Netz gehen soll. Vor allem in der Trockenzeit (Dezember bis Mai) werden die Anlagen nahezu durchgehend mit voller Leistung laufen. Bislang muss Costa Rica in der Trockenperiode Strom mit Generatoren, die mit teurem Diesel laufen, produzieren beziehungsweise den Strom teuer importieren, da in dieser Zeit die Wasserkraftwerke nur im Teillastbereich arbeiten können.

08.10.2008 | Quelle: juwi Holding AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen