Neuer Arbeitskreis für solarthermische Kraftwerke gegründet

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Anlässlich der Gründung des Arbeitskreises für „Solarthermische Kraftwerke“ des Kompetenz-Netzwerks Kraftwerktechnik NRW der EnergieAgentur.NRW kamen auf dem Solarcampus Jülich der FH Aachen am 24. September über 90 Fachleute aus ganz Deutschland zu einem Workshop zusammen. “Es gibt praktisch keinen besseren Standort für diesen Arbeitskreis als Nordrhein-Westfalen”, betonte Margit Thomeczek, Leiterin des Kompetenz-Netzwerks. In Nordrhein-Westfalen gebe es im weltweiten Vergleich eine sehr hohe Know-how- und Technologiekonzentration.
Der Workshop “Solarthermische Kraftwerke” am Campus Jülich der FH Aachen diente der Branche als erste Standortbestimmung. Experten und Spezialisten präsentierten die Entwicklung des solarthermischen Marktes sowie neueste Ergebnisse aus Forschung und Industrie.

Solarthermische Kraftwerke sind ausschließlich für den Export bestimmt
“Aus dem Kreis der Akteure könnte eine Plattform entstehen, die die Expertise deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich solarthermische Kraftwerke im internationalen Raum sichtbar macht”, erklärt Ralf Christmann vom Bundesumweltministerium (BMU). Dies sei besonders wichtig, weil es sich um einen reinen Exportmarkt handle. Die Bundesregierung unterstütze den Ausbau solarthermischer Kraftwerke politisch im Rahmen der “Union für das Mittelmeer”, so Christmann weiter. Das Bundesumweltministerium (BMU) sieht darin die Chance, anspruchsvolle regionale Projekte im Mittelmeerraum zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu fördern.

Demonstrations- und Versuchskraftwerk in Jülich
Als Veranstaltungsort wurde Jülich gewählt, da dort derzeit ein solarthermisches Demonstrations- und Versuchskraftwerk entsteht. Dies sei das weltweit erste Turmkraftwerk, das Wärme auf Basis eines Receivers (Absorber) aus poröser Keramik produziert, heißt es in der Pressemitteilung der FH Aachen. Diese Technologie verspreche hohe Wirkungsgrade, gute Speicherbarkeit der thermischen Energie und einen robusten Betrieb. Das Konzept wurde entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und es wird am Solar-Institut Jülich der FH Aachen weiter ausgearbeitet. “Das Versuchskraftwerk kann sich zu einem Kristallisationspunkt der deutschen Energieforschung entwickeln, in dessen Umfeld sich Unternehmen aus Forschung und Industrie ansiedeln”, so Prof. Bernhard Hoffschmidt vom Solar-Institut Jülich.

11.10.2008 | Quelle: FH Aachen, Außenstelle Jülich | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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