Grüne streben 100% erneuerbare Energien bis 2030 an

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Der Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen hat am 14.11.2008 mit überwältigender Mehrheit einen sehr weit reichenden Beschluss für erneuerbare Energien gefasst. Angestoßen wurde die Debatte durch einen Antrag von Hans-Josef Fell (MdB), Christine Scheel (MdB), Silvia Kotting-Uhl, Cornelia Behm (MdB), Bettina Herlitzius (MdB), Wolfgang Strengmann- Kuhn (MdB), Astrid Schneider und anderen. In diesem Antrag wurde für Deutschland das Ziel einer vollständigen Deckung des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 gefordert, bis 2040 soll dies auch für die Wärmeversorgung sowie den landgestützten Verkehr gelten.
Bundesvorstand, Fraktionsvorstand und andere hatten diesen Vorgaben einen Antrag entgegengesetzt, in dem lediglich die bisherige Zielvorstellung von 40 % erneuerbaren Energien bis 2020 für die Stromversorgung bekräftigt werden sollten.

Europaweite Umstellung auf Erneuerbare Energien bis 2040
Nach langer, intensiver und kontroverser Debatte schlug Jürgen Trittin eine Zusammenführung der unterschiedlichen Positionen vor. Mit dem Vorschlag von Trittin seien die Vorgaben sogar noch weitgehender gefasst worden, berichtet Hans-Josef Fell MdB und zitiert Trittins Formulierung. “Europa hat sich verpflichtet alles zu tun, dass die globale Erwärmung auf 2° begrenzt wird. Dafür muss der CO2-Ausstoss der Welt halbiert werden. Für Europa heißt dies, 80 % Reduktion bis 2050. Spätestens dann müssen wir 100 % unserer Energie erneuerbar bereitstellen. Wir streben an, dieses Ziel bereits 2040 zu erreichen. Deshalb werden wir uns anstrengen, Strom 2030 komplett erneuerbar zu erzeugen.”
Damit habe sich die Grüne Partei mit großer Geschlossenheit und in aller Deutlichkeit erneut an die Spitze der ökologischen Bewegung gesetzt, betont Fell. Der verabschiedete Antrag wird veröffentlicht unter www.hans-josef-fell.de

18.11.2008 | Quelle: Hans-Josef Fell (MdB); Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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