Sharp fordert Bürokratieabbau für Photovoltaik in Griechenland

NULL

Anlässlich der Messe “Energy 2008” in Athen fordert Sharp von Griechenland größeres Engagement für die Photovoltaik. Bürokratische Hürden würden das Wachstum des Photovoltaik-Marktes im Mittelmeerland bremsen, kritisiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Um vom weltweiten Wachstum der Branche zu profitieren, müsse Griechenland sein großes solares Potenzial nutzen. Mit durchschnittlich rund 3.000 Sonnenstunden jährlich und einer garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom biete Griechenland ideale Bedingungen für einen starken Einsatz von Photovoltaik. Doch obwohl das Mittelmeerland als einer der wachstumsstärksten Solarmärkte gilt, sei es in der Klassifikation der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) unter den weltweit größten Märkten das Schlusslicht: Zur europaweit kumulierten Solarstrom-Leistung von 4,5 Gigawatt (GW) Ende 2007 habe Griechenland nur 10 Megawatt beigetragen.

Aufwändige Genehmigungsverfahren und regionale Obergrenzen hemmen den Ausbau
“Wenn Griechenland eine führende Rolle auf dem weltweiten Solarstrommarkt spielen will, muss es die Voraussetzungen dafür schaffen. Jeder Privathaushalt soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach installieren können und Einspeisevergütungen erhalten – ohne dafür erst ein Gewerbe anmelden zu müssen, wie es momentan der Fall ist”, fordert Peter Thiele, Executive Vice President Sharp Energy Solution Europe (SESE). Auch für Großanlagen müssten die Behörden das Bewilligungsverfahren vereinfachen und die Deckelungen aufheben. “Nur mithilfe eines zügigen Ausbaus der Photovoltaik kann Europa den Klimakiller CO2 reduzieren und vom Boom der weltweit wachsenden Branche profitieren”, so Thiele weiter.
Derzeit müssten Antragsteller bis zur Bewilligung einer Solarstromanlage verschiedene Institutionen durchlaufen und zum Teil bis zu zwei Jahre Wartezeit einrechnen, berichtet Sharp. Zudem übersteige die starke Nachfrage nach Photovoltaik die Ressourcen der für die Antragsprüfung zuständigen staatlichen Regulierungsbehörde Regulatory Authority for Energy (RAE) – Antragsstopp und lange Verzögerungen seien die Folge.

40 bis 50 Eurocent pro eingespeister Kilowattstunde Solarstrom
Schaffe Griechenland, Gastgeber der Energiemesse “Energy 2008” vom 20. bis 23. November in Athen, entsprechende Voraussetzungen für die Photovoltaik, sind nach Prognosen der EPIA 2010 Neuinstallationen von mehr als 100 Megawatt möglich – unter günstigen politischen Rahmenbedingungen sogar bis zu 200 MW. Den ersten Schritt hat Griechenland bereits 2006 mit dem Erneuerbare-Energien-Fördergesetz unternommen. Je nach Größe und Lage der Anlage sieht das Gesetz eine Vergütung für Solarstrom von 40 bis 50 Eurocent pro eingespeister Kilowattstunde vor – eine gute Grundlage für das Sonnenland, dessen Ertrag aus Photovoltaikanlagen mit zirka 1.300 Kilowattstunden je Kilowatt installierter Leistung weit über dem europäischen Mittel von 1.000 Kilowattstunden liegt.
“Mit einer Einspeisevergütung nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes und zusätzlichen Investitionszuschüssen hat Griechenland entscheidende Weichen für den Einsatz von Solarstrom gestellt”, so Peter Thiele. “Jetzt geht es darum, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuführen und die Photovoltaik in Europa als Energie der Zukunft zu etablieren. Neben der Umweltverträglichkeit der Stromgewinnung sprechen auch die wirtschaftlichen Vorteile für den Strom aus der Sonne”, so Peter Thiele weiter.

24.11.2008 | Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen