Bosch baut Solar-Produktion bei der ersol aus: rund 1100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen

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Die Bosch-Gruppe will gemeinsam mit der ersol Solar Energy AG die Fertigungskapazitäten für kristalline Solarzellen und Module am Standort Arnstadt in Thüringen erweitern. Dafür sollen bis 2012 rund 530 Millionen Euro investiert werden, berichtet ersol in einer Pressemitteilung. Der ersol-Aufsichtsrat habe entsprechenden Plänen des ersol-Vorstands zugestimmt. “Die Investition unterstreicht unser strategisches Ziel, unser Engagement rund um die regenerativen Energien in den kommenden Jahren kräftig auszubauen”, sagte Dr. Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung und Vorsitzender des Aufsichtsrats der ersol Solar Energy AG. Die Robert Bosch GmbH hatte im Sommer dieses Jahres die Mehrheit an dem Erfurter Photovoltaikspezialisten übernommen, der waferbasierte Siliziumsolarzellen und Dünnschichtmodule entwickelt, fertigt und vertreibt.

Baubeginn noch im Dezember 2008 – über 1.100 neue Arbeitsplätze
Die ersten Erdarbeiten sollen bereits in den kommenden Tagen beginnen. Geplant ist eine große Produktionsstätte für kristalline Solarzellen in Arnstadt, sowie der Aufbau einer Modulfertigung, ein neues Verwaltungsgebäude und eine Erweiterung der bereits bestehenden Forschung und Entwicklung. Der Start der Produktion ist für Anfang 2010 vorgesehen. Insgesamt werden nach aktueller Planung über 1.100 neue Arbeitsplätze durch diese Investition entstehen. Bereits heute beschäftigt ersol in Erfurt und Arnstadt rund 1.200 Mitarbeiter. “Dies ist ein wichtiges Signal für die Region gerade in diesen wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten”, sagte der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Dieter Althaus. Bund und Land wollen das Projekt unterstützen. Die beantragten Fördermittel sollen sich auf gut 10 Prozent der Gesamtinvestitionen belaufen und sind aufgrund dieser erklärten Unterstützung fester Bestandteil der Investitionsplanung. Hier stehe allerdings noch die Zustimmung der EU-Kommission aus. Eine Entscheidung wird für das Frühjahr 2009 erwartet. Die Finanzierung erfolge über Bosch-Konzerndarlehen und durch Eigenmittel von ersol.

Fertigungskapazität soll verdreifacht werden
Die ersol Solar Energy AG will durch diese Investition ihre heutige Fertigungskapazität für kristallinen Solarzellen auf eine Nominalkapazität von rund 630 Megawatt peak nahezu verdreifachen und ihren Wachstumskurs kräftig fortsetzen. Schon in den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde nach Angaben des Unternehmens ein Umsatz von 214 Millionen Euro erzielt – doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Mitarbeiter ist gleichzeitig von rund 700 auf inzwischen mehr als 1.200 an den drei Standorten in Erfurt und Arnstadt gestiegen. Für dieses Jahr wird ein Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro und für 2009 von mehr als 400 Millionen Euro erwartet. “Wir haben mit der Finanzkraft von Bosch und unserer außerordentlich engagierten Belegschaft alle Voraussetzungen für eine sehr positive Entwicklung”, betonte Holger von Hebel, Vorstandsvorsitzender der ersol Solar Energy AG.

Bosch baut Geschäft mit erneuerbaren Energien weiter aus
Die Bosch-Gruppe bietet neben der Photovoltaik zahlreiche weitere Systeme zur Nutzung regenerativer Energien an. So liefert beispielsweise Bosch Rexroth Getriebe- und Antriebstechnik für Windenergieanlagen, entwickelt effiziente Antriebskonzepte für die noch junge Meeresenergiegewinnung und bietet mit hydraulischen Verstellsystemen zukunftsweisende Lösungen für solarthermische Kraftwerke. Bosch Thermotechnik bedient als Marktführer in dem dynamisch wachsenden Markt die Nachfrage nach Elektrowärmepumpen und ist ein führender Hersteller von Solarkollektoren für die Warmwasseraufbereitung. Insgesamt erwartet Bosch, ersol mit eingerechnet, für dieses Jahr einen Umsatz mit Produkten zur Nutzung der regenerativen Energien von rund 1,2 Milliarden Euro.

15.12.2008 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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