Hochschule Esslingen präsentiert neu entwickelten HydroSmart mit Brennstoffzellentechnik

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Die Entwickler des Instituts für Brennstoffzellentechnik an der Hochschule Esslingen haben am 18.12.2008 das künftig mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeug “HydroSmart” vorgestellt. Nach 15-monatiger Planungs- und Konstruktionsphase soll der HydroSmart bei internationalen Wettbewerben im nächsten Jahr renommierte Preise gewinnen, so wie es das Vorgängerprojekt, der “Hydrofight-Roller” getan hat, heißt es in einer Pressemitteilung. Im März 2009 soll das Brennstoffzellen-Fahrzeug an der nächsten Michelin Challenge Bibendum teilnehmen.
Das Projektteam um die Esslinger Hochschulprofessoren, Prof. Hugo Gabele, Leiter des Instituts für Brennstoffzellentechnik, Prof. Ferdinand Panik mit dem Fachgebiet Brennstoffzelle, Alternative Fahrzeugkonzepte, Simultaneous Engineering und Projektleiter Martin Ziegler müssen bis dahin den eigentlichen Brennstoffzellenantrieb noch einbauen. Im Moment fährt der HydroSmart per Elektroantrieb. Das werde später auch teilweise der Fall sein, denn durch die geschickte Kombination aus Brennstoffzelle und einem speziell entwickelten Akku-Pack könne Energie gespart werden und je nach Bedarf gespeichert oder abgegeben werden. Eine ausgefeilte Technik ermögliche in bestimmten Situationen – beim Bergabfahren zum Beispiel – sogar Energie zurückzugewinnen und wiederum speichern.
Während der Entwicklungszeit sei die Leistung des bereits in den vergangenen Jahren entwickelten Systems erheblich gesteigert worden. Mit einem 60 kW/Spitze 90 kW-Elektro-Motor und einem 60kW/20kW-Lithium-Ionen-Pack Marke Eigenbau sei es in dieser Form einzigartig. 704 flache Akkus wurden in Reihe geschaltet und speichern Energie. Die Probefahrt durch Esslingen haben der Projektleiter Martin Ziegler und Christian Mohrdieck von der Daimler AG gemacht.

Junge Entwickler interessieren sich für neue Antriebstechniken
“Das Interesse der Studierenden an alternativen Antrieben ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen”, so Prof. Ferdinand Panik. Die jungen Entwickler beschäftigen sich viel mit der Zukunft und haben erkannt, dass neue Antriebstechniken für kommende Generationen wichtig seien. So sei ein “Roll-Out” ein “ganz besonderes Ereignis”, sagt Prof. Ferdinand Panik. Er dankte den Sponsoren und Partnern, ohne die ein solches Projekt nicht möglich wäre: Allen voran die Daimler AG, in deren Auftrag der HydroSmart entwickelt wurde. Aber auch die Unternehmen EuroEngineering, Brusa, Getrag, Ballard, Smart und dem Reva Energy Team waren an der Entstehung des Prototyps beteiligt.
Neben den Firmenvertretern und interessierten Studierenden hat sich einer den HydroSmart ganz genau angeschaut und war von den Vorträgen der Entwicklergruppe sichtlich beeindruckt: Prof. Johann Tomforde. Er gilt als der “Urvater des Smart”. Unter seiner Leitung entstand der erste Smart Fortwo, der 1998 auf den Markt kam. Als Plattform für den Hydrosmart der Hochschule diente das aktuelle Modell, das einige Zentimeter länger ist. “Platz, den wir gut brauchen konnten”, freut sich Projektleiter Martin Ziegler.

20.12.2008 | Quelle: Hochschule Esslingen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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