Umwelt-Staatssekretär wirbt auf dem Weltenergie-Gipfel in Abu Dhabi für IRENA

NULL

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, hat am 19.01.2009 beim World Future Energy Summit in Abu Dhabi konkrete Fortschritte beim Klimaschutz gefordert: „2009 wird ein Schlüsseljahr für ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft beim Klimaschutz. In der kommenden Woche werden wir in Bonn die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) gründen. Im Dezember trifft sich die Welt zur Klimakonferenz in Kopenhagen. Wir können also in diesem Jahr entscheidende Fortschritte für den Klimaschutz und für eine nachhaltige Energieversorgung machen.“
Nach dem erfolgreichen Auftakt 2008 findet der World Energy Future Summit in Abu Dhabi in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Es ist die weltweit größte Konferenz zur Zukunft der globalen Energieversorgung. Die Veranstalter erwarten rund 15.000 Teilnehmer zu der dreitägigen Veranstaltung. Zu den prominenten Teilnehmern gehören EU-Kommissar Piebalgs und der ehemalige britische Premierminister Blair.

Internationale Agentur für erneuerbare Energien soll dem Ausbau der Erneuerbaren weltweit neuen Schub verleihen
Staatssekretär Machnig forderte in seiner Rede bei der Eröffnungszeremonie eine konsequent am Klimaschutz orientierte Energiepolitik, in deren Mittelpunkt die Verbesserung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien stehen müssten. Machnig warb um breite Unterstützung bei der Gründung und beim Aufbau der von Deutschland initiierten Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA). IRENA soll dem Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit neuen Schub verleihen. Als Sprachrohr der erneuerbaren Energien soll IRENA Industrie- und Entwicklungsländer praxisnah beraten und unterstützen.

Zahl der Arbeitsplätze im Feld der erneuerbaren Energien soll sich bis 2020 mindestens verdoppeln
Machnig verwies zudem auf die in Deutschland erzielten Erfolge. So seien die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut und damit 250.000 neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen worden. Diese Zahl werde sich bis 2020 mindestens verdoppeln. Insgesamt arbeiten im Umweltbereich in Deutschland 1,8 Millionen Menschen, mit weiter steigender Tendenz. „Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise bietet die Umwelttechnologie große wirtschaftliche Chancen – besonders für die hervorragend aufgestellte deutsche Industrie“, betonte Machnig. Machnig lobte das Engagement der Vereinigten Arabischen Emirate für eine nachhaltige Energieversorgung. Obwohl die Vereinigten Arabischen Emirate zu den Ländern mit den größten Öl- und Gasreserven gehören, verfolgen sie eine engagierte Politik im Bereich der erneuerbaren Energien. Daraus ergäben sich auch Chancen für die deutsche Industrie.
Deutschland ist auch auf der die Konferenz begleitenden Messe mit zahlreichen Unternehmen aus der Energie- und Umweltbranche vertreten. Bei einem Messerundgang sprach Machnig mit mehreren Unternehmen über die Situation auf den Weltmärkten und ihre Exportperspektiven. Bei einem Empfang am deutschen Pavillon der Messe hob Machnig die führende Rolle der deutschen Industrie bei erneuerbaren Energien sowie Effizienz- und Umwelttechnologien hervor. Dies sei nicht zuletzt ein Erfolg der konsequenten deutschen Klimaschutz- und Umweltpolitik.

20.01.2009 | Quelle: BMU | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen