Solarzellen des Piccard-Projekts SOLAR IMPULSE im Härtetest auf dem Jungfraujoch

NULL

Die für das im Bau befindliche Solarflugzeug von Bertrand Piccard vorgesehenen Solarzellen haben sich in ersten Witterungs- und Höhentests in 3.580 Metern Höhe auf dem Jungfraujoch bewährt und hohe Wirkungsgrade von über 22 Prozent ausgewiesen. Durchgeführt werden dieses Tests seit letztem Dezember von der BKW FMB Energie AG (BKW) zusammen mit der von ihr geführten Gesellschaft Mont-Soleil (GMS). Gestützt auf ihre langjährige Erfahrung in der Photovoltaik haben die BKW- und GMS-Solarspezialisten in den vergangenen drei Jahren verschiedene Entwicklungsarbeiten für das Projekt SOLAR IMPULSE von Bertrand Piccard geleistet.
Unter Einsatz der seit 1992 im Internationalen Testzentrum Mont-Soleil (Berner Jura) gewonnenen Erkenntnisse erproben BKW und GMS seit Ende 2008 mit einer besonderen Messeinrichtung die Solarzellen des geplanten Sonnenflugzeugs unter äußerst harten Witterungsbedingungen auf 3.580 Metern Höhe, also fast der Hälfte der maximalen Flughöhe des Solarflugzeuges.

Wirkungsgrad 50 Prozent höher als bei konventionellen Solarzellen
Während der Testzeit gab es auf dem Jungfraujoch extrem starke Temperaturschwankungen und Sturmwinde von rund 250 Stundenkilometern, berichtet BKW in einer Pressemitteilung. Die ersten Testergebnisse zeigten, dass der Wirkungsgrad bei verschiedenen Temperatur- und Einstrahlungsbedingungen mehr als 22 Prozent betrage, also rund 50 Prozent höher liegt als bei konventionellen Solarzellen. Die eingesetzten, ultradünnen monokristallinen Silizium- Hochleistungszellen zeichneten sich durch eine hohe Effizienz aus. Bereits früher hat die BKW zugunsten von SOLAR IMPULSE Studien über die hochliegenden Cirrus-Wolken (2005/2006) und über den Energiefluss zwischen den Solarzellen und den Batterien (2006/2007) durchgeführt.

22.01.2009 | Quelle: BKW FMB Energie AG (BKW) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen