Absatz effizienter Heizungen und von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien entwickelt sich dynamisch

NULL

Die stark gestiegene Nachfrage nach effizienter Heiztechnik und erneuerbaren Energien hat der Heizungsbranche im vergangenen Jahr eine gute Absatzentwicklung beschert. „2008 verzeichneten wir einen Strukturwandel am Heizungsmarkt: In 45 Prozent der Investitionsfälle werden heute bereits erneuerbare Energien eingekoppelt. Gegenüber 2005 ist das eine glatte Verdopplung.“ erläutert Klaus Jesse, Präsident des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), der fest mit einer Fortsetzung des Trends zu höherwertigen Heizungsanlagen rechnet. Der deutsche Heizungsmarkt lag 2008 mit zwölf Prozent Wachstum deutlich über dem Vorjahresniveau. Positiv auch die Entwicklung auf den Auslandsmärkten, wo die deutsche Heizungsindustrie ihre Marktführerschaft weiter ausbauen konnte. Überproportional stark wuchs der Solarthermie-Markt: 2008 konnten in Deutschland mehr als doppelt so viele Solarwärme-Anlagen als im schwachen Vorjahr abgesetzt werden.
Dies entsprach zirka 200.000 Anlagen. Aber selbst gegenüber dem sehr guten Jahr 2006 sei der Solarthermiemarkt damit um rund 30 Prozent gewachsen, betont der BDH. „Auch bei Solarthermie legen die Verbraucher Wert auf beste Technik, denn rund 60 Prozent der neu installierten Anlagen sorgen nicht nur für warmes Wasser, sondern unterstützen auch die Heizungsanlage“, so BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.

Branche erwartet weiterhin gute Nachfrage nach effizienten Heizsystemen
Der BDH führt die positive Absatzentwicklung vor allem auf die seit vergangenem Jahr verbesserten Förderangebote sowie die hohen Energiepreise zurück. Trotz Wirtschaftskrise fällt der Blick ins Jahr 2009 deshalb verhalten optimistisch aus: „In Deutschland haben wir durch die attraktiven Förderangebote weiterhin gute Investitionsbedingungen für moderne Heizungen.“ erklärt Jesse. „Und die Verbraucher wissen: Eine effiziente Heizungsanlage amortisiert sich nach wenigen Jahren.“ Die Branche erwartet daher eine weiterhin gute Nachfrage nach effizienten Heizsystemen. Der BDH erteilt energiepolitischen Strategien eine Absage, die gegen das Prinzip der Wirtschaftlichkeit zwangsweise Fern- und Nahwärmenetze fordern. Es sei bei Einsätzen unterschiedlicher Versorgungssysteme auf die jeweils ökologisch und ökonomisch beste Auswirkung zu achten, so Jesse.

Wertschöpfung bleibt in Deutschland
Der BDH unterstreicht die gesamtgesellschaftlichen Effekte einer beschleunigten Modernisierung des veralteten Heizungsbestandes in Deutschland. Hierzu betont Jesse, dass gegenwärtig nur etwa 12 Prozent der installierten Anlagen dem Stand der Technik entsprechen. Der Verband verweist auf die hohe Arbeitsintensität bei der Herstellung, der Installation und Wartung moderner Anlagentechnik. 90 Prozent der Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit einer energetischen Modernisierung bleiben als Wertschöpfung in Deutschland. Eine forcierte Heizungsmodernisierung würde sich deshalb als schnell wirksames Konjunkturprogramm erweisen und zugleich CO2- Emissionen und den Energieverbrauch in Deutschland drastisch senken.

27.01.2009 | Quelle: BDH: Verband für Effizienz und erneuerbare Energien | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen