Solarthermie-Hersteller Velux will CO2-Emissionen bis 2020 halbieren

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Der dänische Gebäudekomponenten- und Solarwärmeanlagen-Hersteller Velux A/S intensiviert seine Bemühungen um den Klimaschutz mit umfangreichen Investitionen und ambitionierten Zielen. Velux will laut einer Pressemitteilung zum einen die eigenen Einflüsse auf die Umwelt reduzieren, zum anderen Verbesserungen anstoßen. „Obwohl wir fortwährend auf den effizienten Gebrauch unserer Ressourcen geachtet haben, glauben wir, dass wir noch mehr tun müssen, indem wir uns konkrete Ziele setzen. Unser Klima verändert sich und es ist nötig, die CO2-Emissionen – und damit die globale Erwärmung – zu verringern. Wir alle sind verantwortlich dafür, etwas zur Lösung der weltweiten Klimaprobleme beizutragen – und wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst. Daher haben wir neue Richtlinien zum Klimaschutz ausgearbeitet“, erklärt Jørgen Tang-Jensen, Geschäftsführer von Velux.
Velux hat sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß der Unternehmensgruppe von 2007 bis 2012 um 20 % und bis 2020 um 50 % zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, will das Unternehmen nach eigenen Angaben in den nächsten Jahren bis zu 400 Millionen Dänische Kronen (rund 54 Millionen Euro) in eine Reihe von Initiativen zur Verbesserung des Energieverbrauchs investieren.

Mehr Effizienz in der Produktion
Laut Pressemitteilung entstehen in der Produktion rund 95 % der gesamten CO2-Emissionen der Unternehmensgruppe. Die Initiativen zur Minderung dieses Ausstoßes sollen vorrangig auf den Energieverbrauch der Produktionsstätten abzielen. Bereits laufende und in der Planungsphase befindliche Maßnahmen zur Optimierung der Betriebsabläufe umfassen das Heizen mit Kesseln, die mit Hackspänen aus der Produktion betrieben werden, die Verbesserung der Absaugung der Hackspäne mit Druckluft sowie die Optimierung der Kompressor-Technologie. 5 % der gesamten CO2-Emissionen der Unternehmensgruppe werde von den Velux-Vertriebsgesellschaften und der Verwaltung verursacht, heißt es in der Pressemitteilung. Eine Reihe von Initiativen werde auch hier ansetzen, um den Energieverbrauch zu optimieren. Dies umfasse Energie sparende Maßnahmen, eine Revision der Nutzung von Verkehrsmitteln, eine Optimierung des Papierverbrauchs sowie so genannte „Green checks“ (dt: „grüne Überprüfungen“) von Arbeitsbereichen.

Visionen für das nachhaltige Bauen der Zukunft
„Abgesehen von der Ausrichtung auf die CO2-Emissionen aus der eigenen Produktion, arbeiten wir auch intensiv am Angebot von Produkten, die anderen helfen können, die CO2-Emissionen von Gebäuden zu reduzieren. Mit unseren Produkten und der Art ihrer Nutzung, möchten wir etwas zu verstärktem nachhaltigem Bauen beitragen. Wir nennen das ‚Nachhaltiges Leben‘. Gebäude machen 40% des gesamten Energieverbrauchs der westlichen Welt aus. Wir müssen diesen Anteil reduzieren. Daher ist es nur selbstverständlich, das wir als Hersteller von Gebäudekomponenten unseren Anteil an der Verantwortung dafür übernehmen“, so Geschäftsführer Jørgen Tang-Jensen. Velux habe eine Vision für das nachhaltige Bauen der Zukunft, erklärt das Unternehmen in der Pressemitteilung. Um diese Vision sichtbar zu machen, will Velux in den nächsten zwei Jahren mit einigen anderen Herstellern von Gebäudekomponenten kooperieren, um sechs CO2-neutrale Häuser zu bauen, mittels derer technologische Lösungen getestet werden sollen. Die Häuser sollen überwacht und ihr Energieverbrauch und die Klimaverhältnisse im Inneren gemessen werden. Die Ergebnisse würden für die künftige Produktentwicklung von Velux verwendet werden. Das Ziel des Konzepts mit dem Namen „Model home 2020“ sei die Konstruktion von klimaneutralen Gebäuden mit optimalem Innenraumklima sowie guter Belüftung und Tageslichteinstrahlung.

Klimaschutz als Teil gesellschaftlicher Verantwortung
„Die Reduzierung von Auswirkungen auf das Klima sehen wir als wichtigen Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen. Zudem glauben wir, dass wir durch ein verantwortungsbewusstes Verhalten auch einen Beitrag zur Sicherstellung von effizienteren und kosteneffektiveren Produktions- und Geschäftsabläufen und weiter anhaltender Marktrelevanz von Velux-Produkten sowie zur Verstärkung unseres guten Rufes leisten. Wir sind auch der Meinung, dass die Rücksichtnahme auf den Klimaschutz und der Umsatz des Unternehmens zusammenhängen – auch wenn Investitionen in den Umweltschutz sicher länger brauchen, um sich auszugleichen, als andere Investitionen“, erläutert Jørgen Tang-Jensen. Zur Dokumentation des gesamten Prozesses will Velux von nun an weltweite CO2-Bilanzen der Velux-Unternehmensgruppe veröffentlichen. Die Bilanzen für 2008 sollen Ende März auf der Website des Unternehmens veröffentlicht werden.

06.02.2009 | Quelle: Velux A/S | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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