Photovoltaik: Gainesville führt als erste Stadt in den USA Einspeisevergütung für Solarstrom ein

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Der Energieversorger Gainesville Regional Utilities (GRU; Gainesville, Florida) meldete am 6. Februar 2009, dass sein Vorstand, eine Kommission der Stadt Gainesville, der Einführung einer Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen zugestimmt habe. Vorbild für dieses in den USA erstmalig in Kraft tretende Programm waren laut Pressemitteilung die sehr erfolgreichen Solarenergie-Förderprogramme mit gesetzlich garantierten Solarstrom-Tarifen in Europa. Investieren Kunden von GRU im Rahmen des Programms in Photovoltaik-Systeme können sie den Solarstrom unmittelbar an GRU verkaufen. Ed Regan, stellvertretender Geschäftsführer für strategische Planung bei GRU, hatte vor dem Entwurf des Förderprogramms Deutschland besucht, um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie weitere europäische Solarstrom-Tarifsysteme kennenzulernen.
„Ein Einspeisevergütungstarif bietet Investoren einen besseren Anreiz für Solarenergie-Projekte als herkömmliche Förderprogramme, weil er ihnen 20 Jahre lang eine feste Vergütung pro Kilowattstunde Solarstrom garantiert. Das gewährleistet ein zuverlässiges und planbares Einkommen“, sagte Regan. Es werde erwartet dass die Regulierungsbehörde für den Energiemarkt (Florida Public Service Kommission) dem Programm zustimme und es anschließend in Kraft treten kann. Danach können Kunden von GRU ab dem 1. März die Einspeisevergütung beantragen, heißt es in der Pressemitteilung. Betreiber von Photovoltaikanlagen, die sich in den ersten beiden Jahren beteiligen, sollen 20 Jahre lang eine garantierte Solarstromvergütung in Höhe von 0,32 US-Cent (ca. 0,25 Eurocent) pro Kilowattstunde (kWh) erhalten. Nach Schätzungen von GRU können Photovoltaik-Großprojekte auf dieser Grundlage Renditen von 5 Prozent erzielen.

EPIA unterstützt Einführung von Einspeisetarifen in den USA
Eine Delegation des Europäischen Photovoltaik-Industrieverbands (EPIA) besuchte Gainesville um die Einführung des Einspeisetarifsystems zu unterstützen und um die Solarenergie in Florida zu fördern. Einige EPIA-Mitglieder hatten an einer Konferenz in Tallahassee teilgenommen, auf der Fördergesetze für erneuerbare Energien diskutiert wurden, welche die Energiesicherheit erhöhen und Arbeitsplätze schaffen sollen. Die Mitglieder von EPIA repräsentieren 80 Prozent der weltweiten Photovoltaik-Hersteller. Dr. Murray Cameron, Vorstand Operatives Geschäft von Phoenix Solar (Sulzemoos) und Vizepräsident der EPIA sagte: „Wir sehen unsere Aufgabe darin, den Solarmarkt der USA so weit zu fördern, dass er in drei Jahren der größte Markt der Welt wird. In den derzeit schwierigen wirtschaftlichen Zeiten gibt es nur wenige Investitionsmöglichkeiten, die sicherer als die Solarbranche sind“.

11.02.2009 | Quelle: Gainesville Regional Utilities | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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