BMU-Zahlen bestätigen Arbeitsplatz-Boom durch erneuerbare Energien

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Die Branche der erneuerbaren Energien verzeichnet einen regelrechten Arbeitsplatzboom und trägt damit erheblich zu Wachstum und Beschäftigung in Deutschland bei, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) mit Verweis auf die am 15.03.2008 vom Bundesumweltministerium (BMU) veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der Branche. Danach ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich erneuerbare Energien 2008 gegenüber dem Vorjahr um fast 30.000 auf rund 280.000 gestiegen. „Die erneuerbaren Energien leisten Hervorragendes für Beschäftigung und Klimaschutz in Deutschland. Deshalb müssen wir an einem klaren Ausbaupfad festhalten und die geltenden Rahmenbedingungen erhalten und weiterentwickeln“, fordert Dietmar Schütz, Präsident des BEE.

Negativbeispiel Biokraftstoffe
Was geschehe, wenn gesetzliche Regelungen kurzfristig verändert würden, zeige sich an der dramatischen Entwicklung der Biokraftstoffe, betont der BEE. Dort sei der Absatz im vergangenen Jahr eingebrochen. Entsprechend habe sich die Zahl der Arbeitsplätze in der Biokraftstoffbranche um über zehn Prozent verringert, wie aus den Zahlen des Umweltministeriums hervorgehe. Schütz: „Erst die Besteuerung und die Einführung der Quotenregelung und nun die drohende Absenkung der Biokraftstoffquote: Die Politik hat die Rahmenbedingungen für die Biokraftstoffproduktion in Deutschland in kurzer Zeit mehrfach verschlechtert und so die getätigten Investitionen der Unternehmen gefährdet – mit dem Ergebnis, dass jetzt teure Kapazitäten still stehen und Arbeitsplätze abgebaut werden.“

BEE fordert verlässliche Investitionsbedingungen

Der BEE warnt angesichts der „massiven Fehlentwicklung“ bei den Biokraftstoffen vor nachträglichen Änderungen der Rahmenbedingungen in anderen Teilen der Erneuerbare-Energien-Branche. „Wer den gesetzlich vereinbarten Atomausstieg rückgängig machen will, stellt eine wesentliche Investitionsbedingung im Stromsektor in Frage. Das Ergebnis wäre ähnlich folgenschwer wie bei den Biokraftstoffen, mit verheerenden Folgen für Arbeitsmarkt und Klimaschutz. Wir brauchen keinen neuen Fonds aus Atomstromgeldern, sondern die konsequente Fortschreibung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, um unseren Beitrag zur klimaschonenden Stromproduktion zu leisten und noch mehr neue Arbeitsplätze zu schaffen“, so Verbandspräsident Schütz.

16.03.2009 | Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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