EPIA-Jahresrückblick: 2008 war ein herausragendes Jahr für die Photovoltaik

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Der europäische Photovoltaik-Industrieverband EPIA präsentierte seinen Mitgliedern am 20.03.2009 die Marktdaten für das Jahr 2008. Demnach wuchs der Photovoltaik-Weltmarkt im vergangenen Jahr um mindestens 5,5 Gigawatt (GW) gegenüber einem Zuwachs um 2,4 GW im Jahr 2007. Spanien führte den Weltmarkt an, gefolgt von Deutschland, berichtet EPIA in einer Pressemitteilung. Im 4. Workshop zum Marktpotenzial und zu den Produktionskapazitäten präsentierte EPIA ebenfalls eine globale Marktanalyse und Prognosen für die kommenden fünf Jahre. 2008 waren laut EPIA Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von nahezu 15 GW installiert; im Jahr zuvor waren es noch 9 GW.
Die Hälfte der neuen Photovoltaikanlagen wurde 2008 in Spanien errichtet (2,5 GW). An zweiter Stelle lag Deutschland mit einem Photovoltaik-Zubau von 1,5 GW. Die USA setzten den dortigen Trend fort, dort wurden 342 Megawatt (MW) neu installiert. Auf Platz vier folgt Südkorea mit einem Plus von 274 MW im Jahr 2008. In Italien wurden 260 MW neu an das Stromnetz angeschlossen. Auch Frankreich, Portugal, Belgien und die Tschechische Republik erreichten kräftige Zuwachsraten und bestätigten damit Europas führende Rolle beim Ausbau der Photovoltaik, betont EPIA. „Der Photovoltaikmarkt verändert sich, und weitere Ländern beginnen, ihn angemessen politisch zu unterstützen. Das sind gute Nachrichten für die Photovoltaikindustrie – und für die Umwelt“, so EPIA-Präsident Winfried Hoffmann in seiner abschließenden Rede.

Bis zu 7 GW geschätztes Marktvolumen für 2009, abhängig von den politischen Rahmenbedingungen
EPIA stellte auch seine Marktprognosen und Erwartungen hinsichtlich des Ausbaus der Produktionskapazitäten vor. Aufgrund der gegenwärtigen Wirtschaftskrise seien im laufenden Jahr große Unsicherheiten am Weltmarkt zu erkennen, Experten schätzten jedoch, dass das Marktvolumen bis zu 7 GW erreichen könnte, wobei die Gesamtentwicklung stark von der Entwicklung in den einzelnen Ländern abhänge. Besonders die Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus in Spanien werde die Entwicklung des Weltmarktes hemmen. Die Photovoltaikindustrie hofft, dass die Nachfrage in anderen Märkten weiter wächst, in denen günstige Rahmenbedingungen bestehen, beispielsweise in den USA, Deutschland, Frankreich und in Italien. Bis 2013 erwartet EPIA ein Weltmarktvolumen von 22 GW, wenn die Politik die Solarstromproduktion adäquat fördert, zum Beispiel mit garantierten Einspeisetarifen. Im Detail wird EPIA seine Marktzahlen auf der 3. internationalen Investoren-Konferenz zur Photovoltaik am 7. und 8. April 2009 in Frankfurt präsentieren.

26.03.2009 | Quelle: EPIA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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