Südafrika führt Einspeisetarif für Strom aus erneuerbaren Energiequellen ein

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Die Regulierungsbehörde von Südafrika hat am 31.03.2009 berichtet, dass sie die landesweite Richtlinie zur Einspeisung von Strom aus regenerativen Quellen bestätigt hat. Strom aus Windenergie-Anlagen wird künftig 20 Jahre lang mit 1,25 Südafrikanischen Rand (0,098 Euro) pro Kilowattstunde vergütet, berichtet der Windenergie-Weltverband (WWEA) in einer Pressemitteilung. Der WWEA begrüßt die Ankündigung, die das Ergebnis langwieriger Beratungen mit der südafrikanischen Regierung sei.
Bereits während der 2. Windenergie-Weltkonferenz 2003 in Kapstadt hatte die Regierung von Südafrika ein Weißbuch für die erneuerbaren Energien präsentiert und der WWEA hatte die Einführung von Einspeisetarifen empfohlen, um die großen Windkraft-Potenziale des Landes zu erschließen. Im Januar 2009 hat der WWEA Stellung zur Richtlinie bezogen, die nun wesentlich verbessert worden sei, heißt es in der Pressemitteilung.

Chance zur Überwindung der gegenwärtigen Energiekrise in Südafrika
Südafrika hat die Führung übernommen und ist der erste afrikanische Staat, der Einspeisetarife für Windstrom einführt. Viele kleine und große Investoren werden nun in der Lage sein, sich am Aufbau einer Windenergie-Industrie zu beteiligen“, kommentiert WWEA Generalsekretär Stefan Gsänger. „Mit Investitionen in die dezentrale Energieversorgung wird Südafrika die gegenwärtige Energiekrise überwinden. Viele Kommunen können nun in Windparks investieren, Strom erzeugen, Arbeitsplätze schaffen und neue Einkommensquellen erschließen. Wir freuen uns ganz besonders über diese Entscheidung, weil sie nur kurz nach dem Vorschlag der Regierung der kanadischen Provinz Ontario gefällt wurde, die ebenfalls eine Einspeisevergütung vorgeschlagen hat.“

03.04.2009 | Quelle: WWEA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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