Photovoltaik-Distributor Rusol erwartet Verknappung bei PV-Modulen aus China

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Der in China zu erwartende Solar-Boom führe zwangsläufig zu starker Modulnachfrage, die sich mit Sicherheit auf die globale Marktverfügbarkeit auswirken werde, berichtet der Photovoltaik-Großhändler Rusol in einer Pressemitteilung, zumal Silizium weiterhin knapp bleibe. Aus diesem Grund rechne die Rusol GmbH und Co. KG (Weikersheim) schon in wenigen Monaten mit einem veränderten Käufermarkt. Der europaweit tätige Distributor von hochwertigen Photovoltaiklösungen warnt vor Engpässen bei Lieferanten aus China, deren wettbewerbsfähige Produkte besonders in Deutschland hohe Nachfrage verzeichneten. Erst kürzlich habe die chinesische Regierung die Voraussetzungen für einen riesigen Solarmarkt in China geschaffen – im Zuge eines Förderprogramms für PV-Module im Umfang von 3.000 US-Dollar pro installiertem Kilowatt Leistung.
„Damit bleiben für die Investoren beim Bau von Solaranlagen nur die Kosten für Wechselrichter, Unterkonstruktion und Zubehör übrig. Derzeit betrifft diese Förderung Projekte ab einer Größe von 50 kW, eine Deckelung ist noch nicht vorgesehen. Damit ist die Entstehung eines riesigen Solarmarktes in China eingeläutet“, heißt es in der Pressemitteilung.

Solar-Boom auch in den USA erwartet
Parallel dazu bauen die USA, derzeit der 4.größte Solarenergiemarkt der Welt, ihre Position weiter aus. Dahinter stehen verbesserte staatliche Förderungen, wie die im Oktober 2008 beschlossene Verlängerung der Solarenergie-Förderung (Investment Tax Credit ITC) um acht Jahre. Die Öffnung des ITC für Energieversorgungsunternehmen schafft nun auch für Stromversorger den Anreiz, direkt in Solarkraftwerke zu investieren. Und Präsident Obama heize das heimische Solarzeitalter mit einem 30-prozentigen Zuschuss für erneuerbare Energien weiter an, betont Rusol. So werde in vielen Bundesstaaten über die Einführung von attraktiven Einspeisetarifen für Strom aus erneuerbaren Energien diskutiert. Analysten von Piper Jaffreys rechneten damit, dass sich der Solarmarkt in den USA bis 2010 mit 1,5 bis 2 Gigawatt (GW) hin zur Größe des deutschen Markts entwickelt. „Im Hinblick auf den Solarboom müssen sich die Kunden auf daraus resultierende Folgen einstellen: Wir rechnen mit einer Veränderung im Käufermarkt vom aktuellen Überangebot hin zu einer Verknappung, dazu kommt die anstehende PV-Saison in Deutschland“, so Norbert Baier, Geschäftsführer der Rusol GmbH & Co KG. „Zudem schlägt sich eine erhöhte Nachfrage für gewöhnlich immer auf die Preise nieder. Wir empfehlen unseren Kunden deshalb, sich rechzeitig die Materialversorgung zu sichern, um alle Anfragen und Projekte termin- und budgetgerecht realisieren zu können.“

Rusol will sich als einer der führenden Distributoren für Photovoltaik etablieren
Die Erschließung neuer Energiequellen erfordert leistungsfähige Produkte und wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle: Rusol bündelt das technische Know-how, die Produktkenntnisse und Branchenexpertise der Photovoltaik-Spezialisten solar-direct/solar-protect GmbH. Das Unternehmen strebt einen deutlichen Ausbau des europaweiten Geschäfts an, dabei kann es auf die flächendeckende, europaweite Vertriebs-Infrastruktur der Muttergesellschaft Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH zurückgreifen, in die das Unternehmen seit 2008 integriert ist. Dank der etablierten Präsenz von Rutronik stehe Rusol in den Startlöchern, um sich als einer der führenden Distributoren für Photovoltaik zu etablieren. Rutronik ist bereits im europäischen Spitzenfeld der Distributoren für elektronische Bauelemente. Das 1973 gegründete Unternehmen in Privatbesitz beschäftigt nach eigenen Angaben europaweit über 1.200 Mitarbeiter und erzielte 2007 einen Umsatz von 565 Millionen Euro in der Gruppe.

08.04.2009 | Quelle: Rusol GmbH und Co. KG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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