Studie sagt 1,6 Millionen Elektroautos für das Jahr 2020 voraus

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Die am 24. April 2009 erschienene Studie der con|energy ag Unternehmensberatung „Elektromobilität – ein Geschäftsfeld der Zukunft: auch für Energieversorger?“ fasst Rahmenbedingungen, Marktszenarien und Konsequenzen der Elektromobilität für Energieversorger zusammen. Für das Jahr 2020 prognostiziert die Studie 1,6 Millionen Elektroautos und erwartet somit bereits 2012 den Einstieg in einen nennenswerten Massenmarkt. Rund zwei Drittel der deutschen Energieversorger schätzen die Bedeutung der Elektromobilität in den nächsten zehn bis 15 Jahren als sehr hoch oder hoch ein, so das Ergebnis einer Befragung von über 100 Energieversorgern in Deutschland. Basis der Studie sei eine im März bzw. April 2009 durchgeführte repräsentative Befragung von über 100 Energieversorgern in ganz Deutschland, berichtet die con|energy ag.
Bereits jetzt sei jeder zehnte deutsche Energieversorger in Sachen Elektromobilität aktiv, hierbei komme die Mehrzahl der Unternehmen aus dem Norden. Weitere 15 % wollen laut Studie in den nächsten Jahren nachziehen. Besonders die Energieversorger aus dem Süden planen den Einstieg noch in diesem Jahr. Die Anbieter aus dem Westen verteilen ihren Start von 2009 bis über das Jahr 2013 hinaus, die ostdeutschen Unternehmen hingegen planen ausschließlich langfristig.

Große Stromanbieter zeigen schon heute vollständige Marktpräsenz
Außerdem lasse sich feststellen, dass die Aktivität der Energieversorger wesentlich von der Unternehmensgröße abhängt. Während die sehr großen Anbieter bereits heute vollständige Marktpräsenz zeigen, werden 2010/2011 alle großen Versorger folgen sowie 60 % der mittleren und 43 % der kleinen Versorger, die künftig Aktivitäten planen. Für das Jahr 2012 erwartet con|energy den Einstieg in einen nennenswerten Massenmarkt. „Daher ist eine entsprechende Positionierung seitens der Energieversorger schon heute zwingend erforderlich“, so Dr. Roman Dudenhausen, Vorstandsmitglied der con|energy ag. Die con|energy Studie geht von etwa 1,6 Mio. Elektroautos für das Jahr 2020 aus, eine zurückhaltendere Schätzung der Bundesregierung kommt auf eine Million Elektrofahrzeuge. In den darauf folgenden fünf Jahren wird studienübergreifend mit erheblichen Wachstumsraten gerechnet. Deren Ausmaß wird jedoch sehr deutlich abhängen von politischen Entscheidungen, z. B. Subventionen oder Steuervorteilen, einzuführender Umweltrichtlinien oder einzuräumender Nutzervorteile wie etwa der Bereitstellung von Sonderparkflächen.

Fahrstromangebot ist entscheidend
Zunächst müssen jedoch Energieversorger und Politik laut Studie noch verschiedene Aufgaben lösen. Bevorzugte Partner seien heute gleichermaßen Städte und Kommunen, Automobilhersteller sowie Hochschulen. So müssten entsprechende Produktangebote erst noch auf dem Markt platziert werden. Selbst ein „simples“ und im Rahmen der Bindung von mindestens einer Million Haushaltsstromkunden notwendiges Fahrstromangebot werde dabei Fragen nach sich ziehen, die zu tief greifenden strategischen Änderungen auf Seiten der Energieversorger führen können.
Auch die con|energy ag hat bereits vor einiger Zeit die Bedeutung der Elektromobilität für die internationale Energiewirtschaft erkannt und sich 2008 im Zuge der Realisierung des Elektroautos „mindset“ mit 5.57 % des Kapitals und 4.13 % der Stimmen an der schweizerischen Spirt Avert AG beteiligt. Darüber hinaus plant die con|energy für Juni 2009 die Veröffentlichung einer weiteren Studie zur Bedeutung der Elektromobilität für Kommunen.

Die Studie kann kostenlos eingesehen werden unter: http://www.energate.de/elektromobilitaet

09.05.2009 | Quelle: con|energy ag | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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