Solarpark Sprendlingen eingeweiht: Solar-Module folgen der Sonne und erzeugen so ein Drittel mehr Strom als andere Anlagen

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Im bundesweiten Vergleich belegt Rheinland-Pfalz bei der Photovoltaik (installierte Leistung pro Einwohner) und bei der Solarwärme-Erzeugung pro Dachfläche Platz drei, berichtet das Umweltministerium des Landes. In der „Woche der Sonne“, die noch bis zum 17. Mai auf die Solarenergie aufmerksam macht, weiht Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege am 12.05.2009 eine weitere Vorbild-Solaranlage offiziell ein: Der Solarpark Sprendlingen ist die größte Photovoltaik-Freiflächensolaranlage in Rheinland-Pfalz, in der die Solar-Module dem Stand der Sonne automatisch folgen. So werde im Vergleich zur konventionellen Installation 35 Prozent mehr Solarstrom erzeugt, betont die Umweltstaatssekretärin in einer Pressemitteilung.

Im Endausbau werden knapp 3.000 Module rund 750.000 kWh Solarstrom jährlich erzeugen
Der Solarpark Sprendlingen wurde auf dem Gelände der ehemaligen Industriemülldeponie errichtet, welche die Kreisverwaltung Mainz-Bingen im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz betreut. Die Kreisverwaltung verpachtete zwei an die Deponie angrenzende Flächen an die Betreibergesellschaft SolarStrom-DZwei KG der GEDEA-Ingelheim GmbH, auf denen der Solarpark in zwei Ausbaustufen errichtet wird. Die erste Ausbaustufe wurde Ende 2008 fertig gestellt und produziert seitdem Solarstrom. Mit der Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe wird in der zweiten Jahreshälfte 2009 gerechnet. Mit dem Endausbau werden knapp 3.000 PV-Module 750.000 kWh Solarstrom jährlich erzeugen – genug für über 200 Haushalte.

Wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.
„Der Solarpark auf dem Gelände der ehemaligen Industriemülldeponie Sprendlingen, ist ein weiterer Baustein auf unserem Weg, die nachhaltige und Klima schonende Energieerzeugung im eigenen Land auszubauen, den Anteil Erneuerbarer Energien zu erhöhen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern“, stellt Umweltstaatssekretärin Kraege fest. „Die Nutzung der Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeversorgung ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Die Erneuerbaren Energien sind die Brücke in eine von dem Gedanken der Nachhaltigkeit und der dauerhaften Versorgungssicherheit geprägten Energiezukunft. Wir haben das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis zum Jahre 2020 auf 30 Prozent des Stromverbrauchs zu steigern. Hierzu ist es notwendig, die Nutzung aller regenerativen Energien konsequent weiterzuentwickeln.“
Die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen hat beschlossen, als „Null-Emissions-Gemeinde“ unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Die Energieversorgung der Gemeinde soll auf einem breiten Mix der erneuerbaren Energien basieren. Neben der Windkraft und der Erdwärme sollen dabei insbesondere die Biomasse und die Sonnenenergie zur Strom- und Nutzwärmeerzeugung genutzt werden. Der Ausbau der Photovoltaik in der Verbandsgemeinde durch den Solarpark Sprendlingen ist ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung des Vorhabens.

12.05.2009 | Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT, FORSTEN UND VERBRAUCHERSCHUTZ Rheinland-Pfalz | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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