NREL setzt Tintenstrahldrucksysteme von iTi Solar in der Solarzellenforschung ein

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Das Unternehmen iTi Solar (Boulder, Colorado) berichtete am 22.04.2009, das National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums nutze die Tintenstrahldruck- und Sprühtechnologie von iTi Solar zur Entwicklung kostengünstiger Fertigungsverfahren und Materialien für die Photovoltaik. Die Senkung von Materialkosten sowie die Vermeidung ineffizienter Prozesse, die mit der Tintenstrahldruck-Methode ermöglicht würden, seien ein wichtiger Aspekt des Forschungsprojektes am NREL. iTi Solar betont, dass die Tintenstrahldruck-Technologie als vielseitig anwendbare, präzise Druckmethode zur Verbesserung von Produktionsprozessen eingesetzt werden kann und Kosten für Substrate, Material und Kapital eingespart werden können.

Tintenstrahldruck ermöglicht präzise Tropfenvolumen und genaue Platzierung
Die Beschichtungssysteme, die NREL einsetzt, sollen mit Tintenstrahldruck und mit Sprühtechnologien eine digital gesteuerte Aufbringung verschiedener Flüssigkeiten ermöglichen. iTi Solar betont, dass der Tintenstrahldruck sowohl die Herstellungskosten von Solarzellen auf Siliziumbasis, Dünnschicht-Photovoltaik und Zellen der nächsten Generation senken könne. „Der Tintenstrahldruck ist eine interessante Alternative zu vielen bestehenden Beschichtungsmethoden und könnte zur Produktion qualitativ hochwertiger Solarzellen zu geringeren Kosten beitragen“, sagte Dr. Maikel van Hest, Wissenschaftler im NREL. „Nach einer weltweiten Ausschreibung haben wir uns für die Tintenstrahl- und Sprühtechnologien von iTi Solar entschieden“. Laut Pressemitteilung konzentriert sich ein Großteil der gegenwärtigen Forschung auf die Dünnschicht-Photovoltaik, weil mit ihr im Vergleich zu Silizium kostengünstigere Substrate verwendet werden und Solarmodule auf verschiedenen Oberflächen aufgebracht werden können, zum Beispiel auf Dachziegeln oder Mobiltelefonen.
Im Vergleich zu den herkömmlichen Prozessen für die Beschichtung, der Kathodenzerstäubung und der Ätztechnik, ist der Tintenstrahldruck nach Unternehmensangaben ein additiver, direkter Beschichtungsprozess. Die Platzierung von Tropfen könne digital gesteuert werden, sodass nur die notwendige Menge präzise aufgebracht wird. Weil die Tintenstrahldruck-Methode kontaktfrei arbeitet, wird das Material laut iTi Solar weniger beschädigt und hoch effiziente, aber zerbrechliche Trägermaterialien können verwendet werden. „Wir glauben, dass die Tintenstrahldruck-Technologie in Verbindung mit flexiblen Dünnschichtsubstraten am vielversprechendsten ist, um die Produktionskosten für Solarzellen zu senken und die Nutzung von Solarstrom voranzutreiben“, sagte Dr. Ross Mills, Vorstand, Gründer und Technologie-Vorstand der iTi Corporation. Die „Atmospheric Processing Platform“ des NREL sei eine fortschrittliche, multifunktionale Produktionslinie mit integrierten Vakuumprozessen, Materialanalysen, Tintenstrahldruck- und Sprühstationen, die sich in atmosphärisch kontrollierten Kammern befinden.

23.05.2009 | Quelle: iTi Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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