REN21 veröffentlicht Lagebericht zu erneuerbaren Energien: Weltweit installierte Leistung erreicht 280 GW

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Das „Renewable Energy Policy Network for the 21st Century“ (REN21; Paris) veröffentlichte im Mai 2009 seinen neuesten „Renewables Global Status Report“, der auf eine anhaltende fundamentale Neuorganisation der weltweiten Energiemärkte hinweist. Laut REN21 wuchs die weltweit installierte Leistung zur Nutzung der erneuerbaren Energien im Jahr 2008 auf 280.000 Megawatt (ohne große Wasserkraftwerke). Dies entspreche einem Wachstum von 16 Prozent im Vergleich zu den 240 GW im Jahr 2007. Die Solarthermie-Leistung ist laut REN21 um 15 Prozent auf 145 Gigawatt (GWth) gestiegen, die Produktion von Biodiesel und Ethanol wuchs jeweils um 34 Prozent. Die netzgekoppelte Photovoltaik blieb die am schnellsten wachsende Technik zur Stromproduktion. Nach einem Zuwachs von 70 % erreichte die Photovoltaik-Kapazität laut REN21 Ende 2008 rund 13 GW.
In den Markt solarthermischer Kraftwerke stiegen zahlreiche neue Unternehmen ein. Die Solarwärme in Deutschland verzeichnete ein Rekordwachstum mit mehr als 200.000 installierten Solarthermie-Anlagen. Erstmals seien sowohl in der Europäischen Union als auch in den USA mehr Kapazitäten zur Nutzung der Erneuerbaren hinzugekommen als konventionelle Energiekapazitäten, heißt es in dem Bericht. Der Vorsitzende von REN21, Mohamed El-Ashry, ist überzeugt, dass Fördergesetze für erneuerbare Energien vor dem Hintergrund eines wachsenden Interesses an Klimawandel und Energiesicherheit der Motor für das Wachstum waren.

Klimawandel und die Energiesicherheit sind Hauptantriebskräfte für die Erneuerbare-Energien-Branche
Im Jahr 2008 haben etliche Regierungen Gesetze zur Förderung erneuerbarer Energien auf den Weg gebracht oder sich ehrgeizige Ziele in Sachen Umweltschutz gesetzt, berichtet REN21. Laut Pressemitteilung haben gegenwärtig 73 Länder Zielvorgaben für erneuerbare Energien gesetzt: Ende 2007 waren es noch 66 Staaten. Als Maßnahme gegen die Finanzkrise haben einige Regierungen Konjunkturpakete geschnürt, die ausdrücklich die Förderung erneuerbarer Energien enthalten. Laut Jahresbericht spielen Entwicklungs- und Schwellenländer, insbesondere China und Indien, eine wachsende Rolle sowohl bei der Produktion von Anlagen und Komponenten als auch bei der Umsetzung von Projekten für erneuerbare Energien. Während des Jahres 2008 konnte die Branche der Finanzkrise im Vergleich zu anderen Wirtschaftzweigen relativ gut standhalten und lockte Neuinvestitionen von 120 Milliarden US-Dollar (87 Mrd. Euro) an, was einen Zuwachs um 16 Prozent im Vergleich zu 2007 bedeutet. Die Studie stellt aber auch fest, dass die Branche gegen Ende des Jahres 2008 deutlicher von der Krise betroffen wurde. Laut REN21 sind der Klimawandel und die Sicherheit der Energieversorgung die Hauptantriebskräfte für die Erneuerbare-Energien-Branche. Im Bericht wird deutlich, dass sie ein wichtiger Motor für die Wirtschaft sein und Arbeitsplätze ohne eine Erhöhung der Treibhausgasemissionen schaffen kann. „Dieser vierte REN21-Bericht über erneuerbare Energien entstand in einer weltweiten Wirtschaftskrise von historischem Ausmaß“, kommentiert El-Ashry. Obwohl die Zukunft ungewiss sei, sehe er jedoch „einigen Grund zum Optimismus“.
Der Renewables Global Status Report kann heruntergeladen werden unter http://www.ren21.net/pdf/RE_GSR_2009_Update.pdf

27.05.2009 | Quelle: Renewable Energy Policy Network for the 21st Century, REN21 | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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