E.ON übernimmt Photovoltaik-Projekte in Frankreich

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Der Energieversorger E.ON übernimmt den französischen Photovoltaik-Projektentwickler Société Conilhac Energies S.A.S. (Conilhac). Damit setze E.ON die Entwicklung des eigenen Solar-Geschäfts in einem der bedeutendsten Solarmärkte Europas schnell und konsequent fort, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Erst vor wenigen Wochen hatte E.ON die erste eigene Solarmodul-Fabrik bei Magdeburg sowie den ersten Solarpark in der Südfranzösischen Stadt Le Lauzet eröffnet. Dort werden modernste Photovoltaikmodule auf einer Fläche von 20 Hektar mit einer Leistung von einem Megawatt (MW) Solarstrom erzeugen; diese Leistung kann auf bis zu 5 Megawatt ausgebaut werden, wenn eine leistungsfähige Netzanbindung hergestellt ist.
Conilhac hat laut E.ON bereits erfolgreich Photovoltaik-Projekte in Südfrankreich umgesetzt und verfüge über eine gut gefüllte Pipeline mit Vorhaben unterschiedlicher Reife. Durch die Übernahme des Unternehmens gewinne E.ON kurzfristig Know-how für die Umsetzung von Solarprojekten im industriellen Maßstab.

E.ON erwartet, dass Photovoltaik E.ON im nächsten Jahrzehnt so stark wächst wie in der vergangenen Dekade
Die Photovoltaik ist der am schnellsten wachsende Bereich der Energiewirtschaft. Zwischen 2003 und 2008 hat die jährlich installierte Leistung von 600 Megawatt auf 5.600 Megawatt weltweit zugenommen, das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 55 Prozent. Zwar sei die Photovoltaik heute noch die teuerste Technologie zur Nutzung der erneuerbarer Energien, angesichts der derzeitigen technischen und preislichen Entwicklung dürfte sie aber in sonnereichen Ländern schon zwischen 2015 und 2020 einen ähnlichen Reifegrad wie die Windkraft erreichen, heißt es in der Pressemitteilung. E.ON gehe daher davon aus, dass Photovoltaik im nächsten Jahrzehnt ein ähnliches Wachstum wie die Windkraft in den vergangenen zehn Jahren erleben wird. Daher entwickle E.ON schon jetzt das notwendige Know-how in dieser Technologie, die eine wichtige Rolle unter den erneuerbaren Energien und im Erzeugungsmix von E.ON spielen werde.

Acht Milliarden Euro Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien geplant
E.ON will allein bis 2011 acht Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Ziel sei, bis 2015 über rund 10 Gigawatt (GW) Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien zu verfügen. Bis 2030 will E.ON seinen Strom zu 35 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewinnen, 25 Prozent davon überwiegend aus Windkraft, Solarenergie, Biomasse sowie Biogas. Etwa 10 Prozent soll auf Wasserkraft entfallen. Zusammen mit der Kernkraft werde dann rund die Hälfte der E.ON-Stromerzeugung CO2-frei sein. Die andere Hälfte werde durch effiziente Kohle- und Gaskraftwerke abgedeckt.

07.07.2009 | Quelle: E.ON AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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