Pelletkessel heizen zunehmend kommunale Gebäude: Praxisinformationen für Energiebeauftragte, Planer, Bauträger und Immobilienbranche auf der Interpellets 2009

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Holzpellets sind bei Sanierung oder dem Neubau kommunaler Gebäude zunehmend der Brennstoff der Wahl: Laut Deutschem Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) entscheiden sich immer mehr Gemeinden für Pellet-Heizanlagen, um Nichtwohngebäude wie Schulen, Kindergärten oder Stadthallen mit Wärme zu versorgen. Das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung sowie zahlreiche Fördergelder stellen Kommunen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. “Bei einer anstehenden energetischen Gebäudesanierung wird die Entscheidung für einen Austausch der Heizanlagen dank Fördergeldern erleichtert. Zusätzlich gewährleistet die Sanierung beispielsweise von Dach, Fenstern, Fassaden und eben auch der Heizungsanlage einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb öffentlicher Einrichtungen”, bewertet Horst Dufner, Projektleiter der Fachmesse Interpellets 2009, den Trend.
Die Fachmesse Interpellets 2009 bietet Energiebeauftragten von Kommunen, Planern der Technischen Gebäudeausrüstung sowie Architekten ein breit gefächertes Angebot zu aktuellen Produkten, technischen Lösungen und Dienstleistungen rund um Holzpellets. Die Interpellets 2009 findet vom 7. bis 9. Oktober in der Neuen Messe Stuttgart statt.

DEPV sieht Trend zu großen Heizanlagen
Gerade für Gebäudetypen wie beispielsweise Stadthallen, Kindergärten, Schulen und Rathäuser sind Pellets eine interessante Alternative. Das Feuerwehrgerätehaus in Gaienhofen-Horn am Bodensee, die Kindertagesstätte “Struwwelpeter” im bayerischen Grünwald bei München oder das Freizeitbad “Cambomare” in Kempten – haben eines gemeinsam: die nötige Wärme liefern große Holzpelletkessel. Immer mehr Kommunen verlassen sich bei der Energieversorgung ihrer Liegenschaften auf den modernen Brennstoff. Der DEPV hat im vergangenen Jahr einen Trend zu großen Heizanlagen mit Wärmeleistungen von mehr als 50 Kilowatt ausgemacht. Diese werden vor allem in kommunalen und gewerblichen Projekten eingesetzt.

DEPV: Pelletheizungen amortisieren sich nach fünf bis acht Jahren
Gründe für die Investition in Pelletheizanlagen sieht der DEPV in der Kosteneinsparung beim Brennstoffkauf und den daraus resultierenden kurzen Zeiträumen der Amortisation für die Heiztechnik. Neben den ökologischen Argumenten für die Nutzung erneuerbarer Energien, sprechen auch wirtschaftliche Überlegungen für Holzpellets: Damit können Kommunen ihre Brennstoffkosten gegenüber Heizöl oder Erdgas deutlich senken, zum Teil um die Hälfte. Die Energiekosten seien besser und längerfristig kalkulierbar, da sie nicht wie die konventionellen Energieträger extrem starken Preisschwankungen unterliegen würden. Zudem amortisieren sich große Pelletanlagen nach etwa fünf bis acht Jahren, so die Expertenmeinung. “Je größer die Anlage, in die eine Gemeinde investiert, desto besser rechnet sie sich”, so Horst Dufner. Denn die Kesselkosten sänken pro installiertem Kilowatt Wärmeleistung und über die hohe produzierte Wärmemenge großer Pelletheizungen wirke der Preisvorteil des Brennstoffs stärker.

Unterschiedlicher Wärmebedarf von Nichtwohngebäuden: Pelletsanlagen passen sich an
Die Planung großer Pellet-Heizanlagen ist komplex: Eine reibungslose Belieferung mit dem Brennstoff muss möglich sein. Auch die Abfuhr der Asche muss gut durchdacht sein, ebenso das Pelletslager. Dieses sollte nicht zu groß ausfallen. Experten raten aus praktischen Überlegungen, die Lager auf ein Volumen von 60 bis 100 Kubikmeter Holzpellets auszulegen. Ein Silofahrzeug liefert etwa 40 Kubikmeter Pellets. Mit dem 1,5-fachen eines Zuges hat der Betreiber bei zur Neige gehendem Brennstoffvorrat ausreichend Zeit, eine Lieferung zu bestellen. Er kann einen kompletten Zug abnehmen und das Pelletslager entsprechend kleiner und kostengünstig halten.
Wichtig sind auch die unterschiedlichen Nutzungen der Gebäude: Schulen und Kindergärten haben einen anderen Wärmebedarf als beispielsweise Stadt- oder Messehallen. Diese Wärmebedarfswerte müssen entsprechend den gültigen Regelwerken nachvollziehbar und plausibel ermittelt werden. Der Holzkessel muss dann möglichst passend zum tatsächlichen Wärmebedarf ausgelegt werden, damit er die geforderte hohe Auslastung erreicht.

Finanzielle Förderung für große Pelletsanlagen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene

Große Pelletsheizungen kommen in den Genuss staatlicher Förderung. So erhalten Biomasseheizanlagen mit Leistungen bis 100 kW über das Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen direkten Zuschuss. Für dieses Programm sind auch Kommunen antragsberechtigt, im Gebäudebestand erhalten sie einen Zuschuss von 36 Euro pro Kilowatt Wärmeleistung, im Neubau von 27 Euro pro Kilowatt. Pelletsanlagen mit mehr als 100 Kilowatt finanziert die Kreditanstalt für Wiederaufbau über ihr Programm “Erneuerbare Energien” (Programmteil ‘Premium’) mit zinsgünstigen Krediten. Hinzu kommen zahlreiche Förderprogramme auf regionaler Ebene.
Energiebeauftragte der Gemeinden – aber auch Planer der Technischen Gebäudeausrüstung sowie Architekten brauchen für den Entscheidungsprozess und die Sanierungsvorbereitung Fachinformationen aus der Praxis Hier helfen Fortbildungsmaßnahmen und aktuelle Informationen zum Stand der Pelletstechnik. Die internationale Fachmesse Interpellets 2009 bietet einen Überblick über das aktuelle Produkt- und Dienstleistungsangebot der Pelletstechnik: Eine Informationsplattform rund um Holzpellets. Hersteller, Händler und Zulieferer der Pelletsbranche treffen sich vom 7. bis 9. Oktober in der Neuen Messe Stuttgart. Auf der Interpellets 2009 zeigen sie Kessel und Öfen in verschiedenen Leistungsklassen sowie Dienstleistungen und Neuheiten aus der Pelletstechnik. Zum begleitenden Fachkongress, dem 9. Industrieforum Pellets werden am 6. und 7. Oktober rund 500 Experten der Branche erwartet.
Weitere Informationen: http://www.interpellets.de

09.07.2009 | Quelle: Solar Promotion GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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