Wechselrichter-Hersteller SMA: positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal – Umsatzprognose: 680 bis 730 Millionen Euro

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Die Ergebnisse des ersten Halbjahres geben der SMA Solar Technology AG (SMA; Niestetal) Anlass zu einem positiven Ausblick auf das Gesamtjahr 2009, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der am 14. August 2009 veröffentlichte Halbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2009 weist eine deutliche Belebung der Nachfrage nach SMA-Photovoltaik-Wechselrichtern im zweiten Quartal aus. Die SMA verzeichnete nach eigenen Angaben von April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal eine Umsatzsteigerung von 85 % auf 160,5 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse lägen im Rahmen der Erwartungen für das zweite Quartal, die der Vorstand am 15. Mai 2009 mit 145 bis 165 Millionen Euro angegeben hatte.
Das zweite Quartal trug 65 % zum Gesamtumsatz der ersten sechs Monate von 247,1 Millionen Euro bei (Vj.: 292,6 Mio. Euro). Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr entspreche einer verkauften Wechselrichterleistung von 792 Megawatt (MW).

Nachfrage aus den USA, Australien, Belgien, Frankreich und Italien
SMA profitierte im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2009 wieder von der internationalen Präsenz und dem breiten Produktspektrum, betont das Unternehmen. SMA habe mit dieser Positionierung schnell auf regionale wie auch produktbezogene Nachfrageverschiebungen reagieren können. Der Auslandsanteil lag im Berichtszeitraum bei 43 % (Vj.: 47 %). Im Wesentlichen bestimmten die USA, Australien, Belgien, Frankreich und Italien die Nachfrage. Nachdem im ersten Quartal vor allem Wechselrichter der Produktgruppe “Sunny Boy” mit niedrigen Leistungsklassen abgesetzt wurden, verlagerte sich die Nachfrage im zweiten Quartal wieder stärker zu der Produktgruppe “Sunny Mini Central” und somit zu höheren Leistungsklassen. Auch das Großprojektgeschäft habe im zweiten Quartal wieder an Fahrt aufgenommen, heißt es in der Pressemitteilung.
SMA erzielte im zweiten Quartal ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 29,0 Millionen Euro und verbesserte damit das EBIT im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2009 auf 35,0 Millionen Euro (Vj.: 68,7 Mio Euro). Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) liegt mit 14,2 % wieder im zweistelligen Bereich (Vj.: 23,5 %). Der Konzernüberschuss betrug im ersten Halbjahr 26,0 Millionen Euro (Vj.: 48,2 Mio. Euro). Bei 34,7 Millionen Aktien zum Bilanzstichtag 30.06.2009 erzielte die SMA im Berichtszeitraum ein Ergebnis je Aktie von 0,75 Euro (Vj.: 1,39 Euro).

Investitionen für neue Wechselrichterfabrik
Die Arbeitskapitalquote erhöhte sich zum 30. Juni 2009 auf 17,0 % (31.12.2008: 11,4 %) und markiere damit die Mitte des angestrebten Korridors von 16 % bis 18 %. Zum Ende des Berichtszeitraumes sei die Bilanzstruktur unverändert solide, betont SMA. Zum Bilanzstichtag 30.06.2009 beträgt der Bestand an Liquiden Mitteln und Wertpapieren 179,3 Millionen Euro (31.12.2008: 261,0 Mio. Euro). Der verminderte Barmittelbestand sei unter anderem auf Mittelabflüsse in Höhe von 30,4 Millionen Euro für Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen, insbesondere für die neue Wechselrichterfabrik.

Spezifische Preise für SMA-Wechselrichter gesunken
“Aufgrund der spürbaren Erholung des Photovoltaik-Marktes, der attraktiven Förderbedingungen in vielen Ländern und der stark gesunkenen Preise für Solarmodule blickt der Vorstand der SMA optimistisch auf das Gesamtjahr 2009 und geht von einem Marktwachstum aus”, heißt es in der Pressemitteilung. Der Vorstand erwarte unter Berücksichtigung der gesunkenen spezifischen Preise für SMA-Wechselrichter Umsatzerlöse in Höhe von 680 bis 730 Millionen Euro. Das untere Ende der Prognose entspreche in etwa dem Umsatz des Vorjahres (Vj.: 681,6 Mio. Euro), das obere Ende liege um 7 % höher. Durch die Veränderung des Produktmix und veränderte Kostenstrukturen rechnet der Vorstand für 2009 mit einer EBIT-Marge zwischen 18 % und 20 %.

Vorstandssprecher Cramer: Photovoltaik ist langfristig ein Wachstumsmarkt
“Die Photovoltaik-Branche konnte sich aufgrund der weltweiten Förderprogramme weitestgehend von der Entwicklung der Weltkonjunktur abkoppeln. Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass die Photovoltaik-Branche langfristig ein Wachstumsmarkt ist. Die Finanz- und Wirtschaftskrise bremst dieses Wachstum in Teilmärkten lediglich”, erklärt Vorstandssprecher Günther Cramer. “Für das Jahr 2009 erwarten wir trotz der Krise ein Wachstum des Photovoltaikmarktes im Vergleich zu den 5,7 GW des Vorjahres. Eine Erholung der weltweiten Nachfrage nach Photovoltaiksystemen ist bereits deutlich spürbar. Aufgrund unserer Technologieführerschaft, unserem kompletten Produktspektrum, unserer Flexibilität und unserer weltweiten Präsenz sind wir hervorragend positioniert, um von diesem Wachstum zu profitieren.”

14.08.2009 | Quelle: SMA Solar Technology AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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