Solar Millennium will Synergieeffekte durch Zusammenführung von Technologie und Kraftwerksbau nutzen

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Die Solar Millennium AG (Erlangen) führt ihre Technologie- und Kraftwerksbautöchter für Parabolrinnen-Kraftwerke zusammen. In einem ersten Schritt werde die Flagsol GmbH (Köln) als Tochtergesellschaft in die MAN Solar Millennium GmbH (Essen) eingebracht, berichtet Solar Millennium in einer Pressemitteilung. Mit diesem Schritt erhöhe Solar Millennium ihre Anteile an MAN Solar Millennium von 50 auf 74,9 % durch Sacheinlage ihrer bisherigen hundertprozentigen Technologietochter Flagsol in dieses Unternehmen. 25,1 % an MAN Solar Millennium verbleiben im Besitz von MAN Ferrostaal. In einem zweiten Schritt sollen innerhalb der nächsten sechs Monate MAN Solar Millennium und Flagsol zu einem Unternehmen verschmolzen werden.
Das neue Unternehmen wird nach der Verschmelzung unter dem Namen Flagsol GmbH mit Hauptsitz in Köln firmieren.

Spitzenposition in der Technologie soll auf den Kraftwerksbau ausgedehnt werden

Die Neustrukturierung und Zusammenlegung von Flagsol und MAN Solar Millennium stehen derzeit noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium, kommentiert: “Mit der Zusammenführung unserer Kompetenz in Technologie und Bau von Parabolrinnen-Kraftwerken in ein Unternehmen werden wir Synergieeffekte nutzen und Kosten reduzieren. Damit stärken wir die hervorragende Position der gesamten Solar Millennium-Gruppe im Markt solarthermischer Stromerzeugung und schaffen die Basis für ein kräftiges Wachstum unseres Unternehmens. Mit unserem Mehrheitsanteil am Gemeinschaftsunternehmen können wir künftig unseren unternehmerischen Einfluss stärken sowie MAN Solar Millennium und Flagsol im Konzernabschluss voll konsolidieren.”

Der bei MAN Ferrostaal unter anderem für das Solargeschäft verantwortliche Vorstand Dr. Klaus Lesker bewertet den Schritt als positive Entwicklung für das Solargeschäft der MAN Ferrostaal: “Die Transaktion ermöglicht uns direkten Zugang zur solarthermischen Parabolspiegel-Technologie. Wir werden der exklusive Partner für die neue Flagsol. Gleichzeitig profitiert auch das neue Gemeinschaftsunternehmen von dieser Entwicklung, denn wir stellen der neuen Flagsol unsere Auslandsorganisation mit einer Präsenz in 60 Ländern als Vertriebsplattform zur Verfügung.”
Dr. Wolfgang Knothe, Geschäftsführer von MAN Solar Millennium und Mitglied im Management Board von Solar Millennium: “Durch die Bündelung von Technologie und Großanlagenbau verfügen wir jetzt in einer Unternehmenseinheit über das komplette Know-how bei Projektentwicklung, Design und Bau von Solarkraftwerken. Die spanischen Großprojekte Andasol 3 und Ibersol werden bereits von dem neu strukturierten Gemeinschaftsunternehmen realisiert. Die enge Zusammenarbeit mit unseren beiden Muttergesellschaften wird auch langfristig ein sehr wichtiger Erfolgsgarant für unser Geschäft sein.”
Effizienzsteigerung bei Parabolrinnen-Kraftwerken bei gleichzeitiger deutlicher Kostensenkung der Stromerzeugungskosten angestrebt

Paul Nava, Geschäftsführer von Flagsol: “Flagsol hat heute schon eine technologische Spitzenposition im Markt. Durch die Neustrukturierung können unsere Ingenieurteams zukünftig noch effektiver zusammenarbeiten. Wir werden die Synergieeffekte nutzen, um die Parabolrinnen-Technologie noch effizienter zu machen und die Kosten solarthermischer Stromerzeugung weiterhin deutlich zu senken, damit wir mittel- bis langfristig auch ohne staatliche Unterstützung wettbewerbsfähig mit fossil befeuerten Spitzen- und Mittellastkraftwerken werden.”

02.09.2009 | Quelle: Solar Millennium AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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