Marktforscher erwarten Wachstum der Photovoltaik-Produktionskapazität in den USA um bis zu 50 %

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Die Kapazität zur Herstellung von Solarzellen und -modulen in den Vereinigten Staaten wird nach einer Studie von Greentech Media (GTM) von 2008 bis 2012 jährlich um 45 % beziehungsweise 50 % wachsen, wobei die Dünnschicht-Photovoltaik mit 67 % bzw. 2,69 Gigawatt (GW) im Jahr 2012 den größten Marktanteil haben wird. Allein im ersten Halbjahr 2009 wurden in den USA mehr neue Photovoltaik-Kraftwerke angekündigt, als in den vergangenen drei Jahren zusammen. Für GTM ist dies ein sicheres Zeichen für einen kräftigen Zubau und zeigt, dass die kürzlich verbesserte Förderung und die günstigen politischen Rahmenbedingungen der Photovoltaik einen Schub verleihen werden.
Einige der neuen PV-Großkraftwerke werden von Unternehmen aus Europa und Asien gebaut werden, was das steigende Interesse ausländischer Hersteller am Einstieg in eine Produktion in USA belegt, so eines der zentralen Ergebnisse der Studie “Photovoltaik-Produktion in den USA: Marktentwicklung, Förderung und Chancen entlang der Wertschöpfungskette”, die GTM Anfang September veröffentlicht hat.

Elf neue Solar-Fabriken; Oregon und Kalifornien werden Schwerpunkte der Produktion
Bis 2012 rechnet GTM mit insgesamt 38 Photovoltaik-Fabriken in den USA, das sind elf Produktionsstätten mehr als Anfang 2009. In rund 20 US-Bundesstaaten werden dann Photovoltaik-Komponenten entlang der Wertschöpfungskette produziert werden, neun davon werden eine Kapazität haben, die 100 MW übersteigen wird (Oregon, Kalifornien, Arizona, New Mexico, Colorado, Michigan, Ohio, Massachusetts, New York, und Pennsylvania). Aktuell haben nur drei Bundesstaaten eine Produktionsleistung von mehr als 100 MW (Ohio, Michigan und Oregon). Das gilt auch für die Modulproduktion, die sich künftig nicht mehr auf einige wenige Staaten verteilen wird. Die Westküstenstaaten Oregon und Kalifornien werden sich in den nächsten fünf Jahren zu den Zentren der PV-Herstellung entwickeln und 2012 gemeinsam einen Anteil von 28 % an der gesamten Produktionskapazität erreichen. 59 % der Kapazität zur Wafer-Produktion wird Oregon auf sich vereinen. Kaliforniens Position wird abhängen vom Ausbau der CIGS-Kapazitäten, da die meisten Produzenten sich in diesem Bundesstaat niedergelassen haben.
Der Südwesten der USA wird vermutlich ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, wenn es gilt, die Produktion hochzufahren. Dazu tragen Fabriken in Arizona (Solon, Global Solar), New Mexico (Schott, Signet Solar, Solar Array Ventures) und Texas (Heliovolt) bei. Grund dafür ist, dass sich die Regierungen dieser Bundesstaaten entschieden haben, die Ansiedlung von Produzenten besonders kräftig zu fördern.

Kräftiges Wachstum auch bei den Zulieferern und Anlagenbauern
Das Wachstum der Photovoltaik-Produktion in den USA wird laut GTM enorme Chancen für viele Zulieferer bieten, indem es die Nachfrage anheizt nach Halbleitern, Glas und Material zur Verkapselung sowie die Nachfrage nach Produktionsanlagen. 2012 könnte die US-Photovoltaikindustrie rund 40 Millionen Quadratmeter Glas verbrauchen und das jährliche Marktvolumen für Produktionsanlagen wird laut GTM bei rund 952 Millionen Dollar liegen.
Weitere Informationen zu Greentech Media und zu den Research Reports: Silvia Christel; Greentech Media; Tel. 089 20 60 99 761;
Email: christel@greentechmedia.com

17.09.2009 | Quelle: GTM | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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