Photovoltaik: ARISE stellt erste Solarzellen mit eigenem 7N+ Silizium her

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Der Photovoltaik-Produzent ARISE Technologies Corporation (Waterloo, Ontario, Kanada und Bischofswerda, Deutschland) gab am 24. September 2009 bekannt, das Unternehmen habe in seiner Fabrik in Bischofswerda erstmalig Photovoltaik-Zellen mit selbst produziertem, hochreinem Polysilizium hergestellt. Die Entwicklung der Siliziumproduktion wird laut ARISE teilweise von Sustainable Development Technology Canada (SDTC) finanziert. Laut Pressemitteilung wird in dem Projekt ein neuer Ansatz zur Veredelung von hochreinem Silizium entwickelt, das für hoch effiziente PV-Zellen verwendet werden kann. Mit dem von ARISE entwickelten unternehmenseigenen Prozess könne mit einer vereinfachten chemischen Gasphasenabscheidung 7N+ hochreines Silizium (99,99999 % Reinheitsgrad) für Photovoltaik-Anwendungen hergestellt werden. Aufgrund der Fähigkeit, 7N+ hochreines Silizium herstellen zu können ist ARISE davon überzeugt, sein Ziel von Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 20 % erreichen zu können.

Meilenstein zur Entwicklung von Siliziumrohstoffen
Jeff Dawkins, Vizepräsident und Geschäftsführer der Abteilung PV-Silizium bei ARISE kommentiert: “Wir haben einen weiteren maßgeblichen und wichtigen Schritt für unser Projekt zur Entwicklung von Siliziumrohstoffen unternommen. Dies ist das erste Mal, dass wir unseren Siliziumraffinierungsofen (Silicon Refining Furnace) für die Herstellung von 7N+ hochreinem Silizium in einer Menge verwendet haben, die für die Herstellung von Solarzellen ausreicht. Hierbei konnten wir ein Effizienzniveau erzielen, das dem unseres Werks in Deutschland entspricht. Bei unserem bisherigen Herstellungsprozess für Solarzellen wurden Siliziumscheiben verwendet, die wir von anderen Lieferanten einkaufen.”
“Die Technologie von ARISE hat das Potenzial, die Effizienz zu erhöhen und gleichzeitig die hohen Kosten der Herstellung von Solarzellen zu senken. Dies ist eines der Hauptprobleme, vor denen die Solarbranche heute steht”, so Vicky J. Sharpe, Präsidentin und Vorstand von SDTC. “Die Erreichung dieses bedeutenden Meilensteins für das Projekt zur Entwicklung von Siliziumrohmaterialien stellt für die Solarbranche in Kanada und der ganzen Welt einen bedeutenden Fortschritt dar.”

Erstes Programm mit Einspeisetarifen in Nordamerika als Vorbild für weitere Provinzen, Bundesländer und Städte
Ian MacLellan, Präsident der Abteilung für Photovoltaik-Systeme bei ARISE ist davon überzeugt, dass die Ankündigung der Regierung von Ontario zur Einführung von Einspeisetarifen im Rahmen des “Green Energy and Green Economy Acts” am 24. September Projekten zur Nutzung der erneuerbaren Energien beschleunigen wird. Das gelte sowohl für kleine private Solarstrom-Anlagen als auch für gewerbliche Photovoltaikanlagen und Anlagen im Kraftwerksmaßstab. ARISE erwartet, von dem Einspeisetarifsystem Programm profitieren zu können, welches das vormalige “Renewable Energy Standard Offer Program” (RESOP) der Regierung ersetzt. Wie in der Ankündigung der Regierung beschrieben, sollen die Einspeisetarife die Amortisierung und die Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen in Ontario attraktiver machen. “Das erste Programm für Einspeisetarife in Nordamerika wird anderen Provinzen, Bundesländern und Städten als Vorbild dienen. Wir erwarten außerdem, dass das Programm vermehrt Entwicklungstätigkeit und Innovationen auslösen wird, wodurch ‘grüne’ Arbeitsplätze geschaffen werden”, sagte McLellan. Vern Heinrichs, Präsident und Vorstand des Unternehmens fügte hinzu, dass momentan einige gewerbliche und private Solar-Projekte hinsichtlich des Programms geprüft würden und die Einspeistarife die Nachfrage nach Photovoltaik in allen Marktsegmenten ankurbeln könnte.

30.09.2009 | Quelle: ARISE Technologies Corp. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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