Weltzukunftsrat schließt neues Bündnis für erneuerbare Energien in Afrika

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Um eine klimafreundliche Energieversorgung mit Hilfe erneuerbarer Energien in Afrika zu fördern, hat der Weltzukunftsrat (World Future Council, WFC) in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba einen Strategie-Workshop für Vertreter von Regierungen, Energieversorgern, privaten Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) veranstaltet. Die rund 30 Teilnehmer aus Äthiopien, Nigeria, Südafrika, Großbritannien und Deutschland hätten die Gründung der African Renewable Energy Alliance beschlossen, um sich künftig als Bündnis stärker für eine nachhaltige Energieversorgung einzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung des WFC. Laut WFC haben über 90 Prozent der Menschen in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara keinen Stromanschluss. Dies erschwere den Zugang zur Bildung sowie die wirtschaftliche Entwicklung dieser Regionen. Darüber hinaus belaste der Rauch der in ländlichen Regionen weit verbreiteten Holzkohleöfen Menschen und Umwelt erheblich.
Gemeinsam hätten die Teilnehmer des Workshops ein Grundsatzpapier ausgearbeitet, das die Notwendigkeit besserer politischer Rahmenbedingungen zur Verbreitung erneuerbarer Energien betone und die Entwicklung neuer Finanzierungsmodelle vorsehe, so der WFC.

Förderung erneuerbarer Energien in Afrika durch intensiven Dialog
“Durch ständigen Dialog über Technologien, Finanzierungsmechanismen und politische Förderinstrumente wollen wir die Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika beschleunigen”, sagte Abel Didier Tella, Generalsekretär der Vereinigung Afrikanischer Energieversorger (UPDEA), die 54 öffentliche und private Versorger aus 43 Ländern repräsentiert. Zunächst finanziell unterstützt durch den World Future Council, sollen regelmäßig Telefonkonferenzen, halbjährliche Workshops und eine Internetplattform diesen Austausch sicherstellen. In dem Übereinkommen betonen die Teilnehmer zudem die besondere Rolle erneuerbarer Energien für die Entwicklung Afrikas: “Es ist Zeit, auf einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien sowohl in Städten als auch in den ländlichen Regionen Afrikas zu setzen. Durch eine entschlossene Förderung der Produktion und Verteilung der erneuerbaren Energien in Regionen mit und ohne Stromnetzanbindung geben wir Millionen von Afrikanern die Möglichkeit, ein besseres Leben zu führen. Dies betrifft die gesamte Energieversorgung, sowohl Wärme als auch Strom.”

Allianz soll Marktentwicklung in Afrika beschleunigen
Als Partner des World Future Council habe die Heinrich Böll Stiftung sowie die in Brüssel ansässige Alliance for Rural Electrification den Workshop unterstützt, heißt es in der Pressemitteilung. Zu den Teilnehmern des Workshops zählten der Generaldirektor der nigerianischen Energie-Kommission, Abubakar S. Sambo, der Leiter der südafrikanischen Regulierungsbehörde NERSA, Thembani Bukula, der Leiter der Abteilung für Bio-Kraftstoffe im äthiopischen Ministerium für Minen und Energie, Ephrem Hassen Gossoma, sowie WFC-Ratsmitglied Tony Colman, Aufsichtsratsmitglied der Beratungsfirma Africa Practice. Von Unternehmensseite hätten zudem die SMA Solar Technology, der äthiopische Solarenergie-Entwickler Solar 23 und der nigerianische Solar-Entwickler SolarSolve an dem Workshop teilgenommen. Alle Unternehmensvertreter hätten der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die Allianz dazu beitragen wird, die Marktentwicklung in Afrika zu erleichtern. Der Workshop habe unter der Schirmherrschaft des Leiters der äthiopischen Umweltbehörde und WFC-Ratsmitglieds Dr. Tewolde Gebre Berhan Egziabher stattgefunden.

18.10.2009 | Quelle: World Future Council | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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