Farbstoff-Solarzellen: Dyesol und Merck beginnen weltweite Zusammenarbeit

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Das Photovoltaik-Unternehmen Dyesol Limited (Queanbeyan, Australien) berichtete am 15.10.2009, es werde gemeinsam mit der Merck KGaA (Darmstadt) Elektrolyte für Farbstoff-Solarzellen (FSZ) entwickeln. In der ersten Phase der Kooperation sollen neue und optimierte Elektrolyte entwickelt und entsprechende Materialspezifikationen verfeinert werden, um eine lange Haltbarkeit und die Einsatzfähigkeit in der Massenproduktion sicherzustellen.
Dyesol werde seine in mehr als 12 Jahren gesammelten Testergebnisse mit über 400 unternehmenseigenen Elektrolyten zur Verfügung stellen. Für diese Elektrolyte sei bereits eine Haltbarkeit von mehr als 25 Jahren im europäischen Klima erwiesen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Entwicklungsvertrag mit Merck werde als Grundlage für künftige kommerzielle Vereinbarungen zur Herstellung von Elektrolyten für Farbstoff-Solarzellen dienen.

Weltweite Verfügbarkeit von FSZ-Materialien soll sichergestellt werden
Merck und Dyesol berichten, dass sie außerdem darüber verhandeln, auf welche Weise großen Partnerunternehmen von Dyesol die Verfügbarkeit von Materialien gesichert werden kann, um Investitionen in große FSZ-Fabriken auszulösen. Ziel sei außerdem, Drittunternehmen weltweit Zugriff auf die besten Elektrolyte zur FSZ-Herstellung zu ermöglichen. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit sollen sowohl Dyesol als auch Merck in der Lage sein, FSZ-Materialien herzustellen. Merck ist laut Dyesol eines der weltweit führenden Unternehmen für die Entwicklung und Produktion ionischer Flüssigkeiten, die ein wichtiger Grundstoff für FSZ-Elektrolyte sind. “Die Verbindung von Merck, dem weltweit führenden Chemieproduzenten und Technologieführer bei ionischen Flüssigkeiten, mit Dyesol als Technologieführer bei Farbstoffsolarzellen, ist eine Chance für die Kommerzialisierung dieser einzigartigen Photovoltaik-Technologie”, kommentierte Dr. Gavin Tulloch, Geschäftsführer von Dyesol. Dr. Emil Aust, Leitender Manager für ionische Flüssigkeiten bei Merck, fügte hinzu: “Unsere teilweise patentierten, anwenderspezifischen ionischen Flüssigkeiten ermöglichen als Grundlage für FSZ-Elektrolyte sowohl die Produktion starrer als auch flexibler Farbstoffsolarzellen, und sie eröffnen damit interessante neue Anwendungsgebiete in der Zukunft”.

20.10.2009 | Quelle: Dyesol Ltd. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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