Südwärme: Biomasseheizwerk für Bundeswehrverwaltungsschule und NATO-Schule

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Seit Oktober werden eine Bundeswehrverwaltungsschule und eine NATO-Schule in Oberammergau mittels eines Biomasseheizwerks mit Wärme versorgt, berichtet das Energiedienstleistungsunternehmen Südwärme AG in einer Pressemitteilung. Schon vor gut einem Jahr sei die Südwärme AG (Unterschleißheim und Eningen) erfolgreich aus einer europaweiten Ausschreibung der Wehrbereichsverwaltung Süd der Bundeswehr hervorgegangen. Ausgeschrieben sei die Übernahme und Umrüstung einer betagten Heizstation mit 30 Übergabestationen auf regenerative Heiztechnologie sowie die Übernahme des voll eigenverantwortlichen Betriebs der Anlage im Rahmen eines Contractingvertrages gewesen. Wertungskriterien der Ausschreibung seien neben der Wirtschaftlichkeit und der Betriebssicherheit eine hohe CO2-Einsparung gewesen, so die Südwärme AG. Das Südwärme-Anlagenkonzept habe die Verantwortlichen in allen Bereichen überzeugt.
Den Vertrag hätten Rudi Maier, der Vorstand der Südwärme AG, und Götz-Friedrich Baron von der Ropp, der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Süd, unterschrieben. Im Oktober 2008 sei die Anlage von Südwärme übernommen und vorerst unverändert betrieben worden, heißt es in der Pressemitteilung. Im Frühjahr 2009 sei mit den umfangreichen Umbaumaßnahmen begonnen worden. Durch die großzügigen Abmessungen des bestehenden Heizhauses habe der Biomassekessel einschließlich Rauchgasreinigung und Brennstoffversorgung problemlos eingebaut werden können. Der Hackschnitzelbunker sei an der Rückseite des Gebäudes neu errichtet worden.

Wärmeversorgung zu 80% aus Biomasse
Seit 1. Oktober 2009 werde die Bundeswehrliegenschaft in Oberammergau zu 80 % aus Biomasse mit Wärme versorgt, erklärt die Südwärme AG in ihrer Pressemitteilung. Die restlichen 20 % Wärme würden zur Spitzenlastabdeckung über die bestehenden Öl- und Gaskessel erzeugt. Die 30 angeschlossenen Gebäude seien über das bestehende Leitungsnetz aus der Heizzentrale mit Wärme versorgt, so der Energiedienstleister. Mit dieser neuen Heizanlage werde gegenüber der alten reinen Ölheizung eine CO2-Einsparung von 80% bzw. 2.675,7 Tonnen pro Jahr erreicht. Das entspreche einer PKW-Fahrleistung bei einem CO2-Ausstoß von 160 g/km (derzeitiger Flottenverbrauch in Deutschland) von rund 16.725.000 km. Für den Umbau und den Betrieb der Anlage mit 24-Stunden-Fernüberwachung seien die beiden Südwärme-Kompetenzzentren Gaiser GmbH & Co. KG, Ulm, und Huber Haustechnik GmbH, Oberammergau, verantwortlich. Die Versorgung mit Holzhackschnitzeln erfolge über das BiomasseEnergieNetzwerk (B.E.N.), so Südwärme.

24.10.2009 | Quelle: Südwärme AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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